Draghi als Zentralbank-Chef nominiert: Italiener soll Jean-Claude Trichet beerben

Euro-Finanzminister sprachen sich für ihn aus EU-Regierungschefs müssen noch grünes Licht geben

Draghi als Zentralbank-Chef nominiert: Italiener soll Jean-Claude Trichet beerben © Bild: Reuters

Der Weg für den Italiener Mario Draghi an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) ist frei. Die Finanzminister des Eurogebiets sprachen in Brüssel eine Empfehlung für den italienischen Notenbank-Chef aus. Draghi soll Nachfolger von Jean-Claude Trichet werden, der Ende Oktober turnusmäßig aus dem Amt ausscheidet.

Es gab keinen weiteren Kandidaten, sagte der Vorsitzende der Finanzminister der Eurozone, Luxemburgs Jean-Claude Juncker.

Draghi würde als dritter Präsident nach dem Niederländer Wim Duisenberg und dem Franzosen Trichet die Zentralbank führen. Die EZB ist neben der amerikanischen Federal Reserve weltweit die wichtigste Notenbank - zuständig für die Währung von 17 Ländern mit rund 330 Millionen Einwohnern. Der Italiener hat mittlerweile auch Unterstützung aus Berlin.

Die EU-Staats- und Regierungschefs müssen bei ihrem Gipfel am 24. Juni in Brüssel noch grünes Licht geben.

(apa/red)