Doyen der österreichischen Fotografie ist tot: Franz Hubmann 92-jährig verstorben

Sein Stil prägte Foto-Ästhetik des Journalismus Weit über österreichische Grenzen hinaus bekannt

Doyen der österreichischen Fotografie ist tot: Franz Hubmann 92-jährig verstorben

Der Doyen der österreichischen Fotografie, Franz Hubmann, ist tot. Der Fotograf ist am 9. Juni 92-jährig in einem Spital in Wien "sanft eingeschlafen", wurde der APA aus dem Umkreis der Familie bestätigt. Hubmanns Stil als Redakteur und Chefreporter der 1954 gegründeten Kulturzeitschrift "magnum" prägte lange Zeit wie kaum ein anderer die Fotoästhetik des österreichischen Journalismus.

Der weit über die österreichischen Grenzen hinaus bekannte Fotograf wurde von der Kritik nach dem berühmten französischen Fotografen der "Cartier-Bresson Österreichs" genannt. Die Galerie Westlicht feierte den 90. Geburtstag Hubmanns im Jahr 2004 mit einer Werkschau unter dem Titel "Franz Hubmann. Der Chronist des Wesentlichen".

Im vergangenen Jahr wurde der am 2. Oktober 1914 in Ebreichsdorf (NÖ) geborene mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern ausgezeichnet. In seiner Laudatio sagte der Filmemacher Peter Kubelka: "Der Hubman baute die Wirklichkeit auf, von der wir glauben, dass es unsere ist. Dabei sehen wir die Welt nur durch seine Augen." Der damalige Kunststaatssekretär Morak bezeichnete Hubmanns Werk als "zentralen Bestandteil österreichischer Fotografiegeschichte".(apa/red)