Dorf in Bosnien dient
als IS-Stützpunkt

In Osve, 100 Kilometer von Sarajevo, hat sich der Islamische Staat breitgemacht

von Jihadistische Kämpfer. © Bild: Abid Katib/Getty Images

Wie der Terrorexperte Dzevad Galijasevic dem "Daily Mirror" erzählt hat, sollen mindestens 12 Dschihadisten von Osve aus in den "heiligen Krieg" gezogen sein. Zuvor wurden sie in Osve ausgebildet. Das Gelände, auf dem der IS Stellung bezogen hat, liegt günstig auf einem Hügel gelegen - unmöglich, sich zu nähern, ohne gesehen zu werden.

"Aus den Wäldern hören wir regelmäßig Gewehrfeuer. Ich weiß nicht, was sie genau machen, vielleicht Schießübungen", erzählt ein Dorfbewohner dem "Mirror". Vereinzelt sind auch IS-Fahnen zu sehen und auch Frauen in Burkas zeigen sich auf der Straße. Als die Journalisten sie fotografieren wollen, werden sie von ihrem lokalen Führer sofort eindringlich gewarnt. "Wir werden beobachtet", stellte der Mann klar und forderte die Briten zum Gehen auf: "Unsere Anwesenheit beginnt verdacht zu erregen. Das ist ein wunderschöner Ort, aber er ist auch sehr gefährlich." Man dürfe die Gefahr keinesfalls unterschätzen. Sollten die Islamisten die Kamera sehen, "würde die Hölle losbrechen", so der Führer.

Günstige Lage, verfügbare Waffen

Bosnien ist aus drei Gründen ein idealer Rückzugsort für europäische Islamisten: Erstens liegt das Land geografisch günstig zwischen Europa und Syrien, verfügt auch über einen Zugang zum Mittelmeer. Zweitens sind seit dem Zerfall Jugoslawiens Waffen aller Art verhältnismäßig einfach zu besorgen. Und drittens sind die staatlichen Autoritäten nicht sonderlich durchschlagskräftig. Nicht zuletzt sind schon zahlreiche Bosnier den Verlockungen des Kampfes für den radikalen Islam erlegen. Über 200 sind alleine 2013 und 2014 nach Syrien ausgereist.

Die Behörden geben an, Osve seit Mai zu beobachten. "Bosnier, die für den IS gekämpft haben, werden bei Ihrer Rückkehr als Sicherheitsrisiko behandelt, unabhängig davon, ob sie hier Land besitzen oder nicht", zitiert der "Mirror" Armin Krzalic, den Direktor des Zentrums für Sicherheitsstudien in Sarajevo.

Unter denjenigen in Osve, die nicht mit den Islamisten sympathisieren, regiert jedenfalls die Angst. "Sie bleiben zwar unter sich, aber es ist besser, keine Fragen zu stellen", gab ein weiterer Bewohner des Dorfes zu Protokoll.

Kommentare

Oberon

Wird Zeit, dass man diesen Größenwahnsinnigen, die meinen, sich in Europa breit machen zu können, einmal ordentlich die Flügel stutzt.

derpradler

und Europa sieht zu!

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