"Doppelt genäht hält besser": FPÖ sammelt auch Unterschriften von Wahlberechtigten

Kickl: Unabhängig von Abgeordneten-Unterstützung 2.600 Unterschriften für Antreten bei Wahl notwendig

Die FPÖ wird ebenso wie Hans-Peter Martin und die KPÖ Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten für eine Kandidatur bei der Nationalratswahl am 1. Oktober sammeln - und zwar unabhängig davon, ob auch ein dritter Abgeordneter für die FPÖ unterschreibt oder nicht. Das hat Generalsekretär Herbert Kickl gegenüber der APA angekündigt: "Doppelt genäht hält besser."

Kickl begründete diese Vorgangsweise damit, dass das eine "Verstärkung" und eine "bessere demokratische Legitimation" bedeute. Er zeigte sich zuversichtlich, sowohl die geforderten 2.600 Unterschriften von Wahlberechtigten als auch die Unterschrift von drei Abgeordneten zustande zu bringen. "Ich bin immer Optimist."

Im Parlament ist die FPÖ derzeit nur mit zwei Abgeordneten - Barbara Rosenkranz und Reinhard Bösch - vertreten. Zuletzt war immer wieder spekuliert worden, dass auch der als niederösterreichischer BZÖ-Landeschef zurück getretene Anton Wattaul oder Dritte Nationalratspräsident Thomas Prinzhorn für die FPÖ unterschreiben könnten. Auf die Frage, ob die FPÖ die Zusage von einem der beiden habe, sagte Kickl nur: "Lassen sie sich überraschen." Und weiter: "Die Fakten liegen auf der Hand."

Der Generalsekretär betonte auch, dass das Sammeln der 2.600 Unterschriften von Wahlberechtigten für die FPÖ nicht überraschend komme. Die Partei habe sich schon in den letzten Wochen und Monaten darauf vorbereitet. "Als gelernter Freiheitlicher muss man auf alles vorbereitet sein." Die Partei habe einen starken Apparat von Mitgliedern in den Landesorganisationen und gut organisierte Vorfeldorganisationen, zeigte sich Kickl überzeugt, dass die FPÖ auch diese Hürde nehmen werde.

Wattaul schließt Unterschrift aus
Anton Wattaul schließt "ganz klar aus", mit seiner Unterschrift eine Kandidatur der FPÖ bei der Nationalratswahl zu ermöglichen. "Nein, sicher nicht", zerstreute er diesbezügliche Gerüchte. Es habe auch keine Gespräche mit der FPÖ gegeben. Wattaul weiter: "Ich bin als BZÖ-Chef in Niederösterreich zurückgetreten, nicht mehr und nicht weniger." Noch Mitte Juli hatte er einen Wechsel zur FPÖ nicht dezidiert

(apa/red)