Doppel-Rodler erfolgreich: Schiegl/Schiegl holen in Altenberg ihren ersten Saisonsieg

Olympiasieger Linger/Linger belegen den 6. Platz

Rechtzeitig vor der Rodel-WM in Igls haben Tobias und Markus Schiegl zu ihrer Form gefunden. In Altenberg fuhren die Tiroler Olympia-Vierten beim letzten Weltcup vor der WM den ersten Saisonsieg für Österreichs Kunstbahn-Rodler ein. Zweite wurden die Deutschen Patric Leitner und Alexander Resch vor dem Südtiroler Doppel Gerhard Plankensteiner und Oswald Haselrieder.

"Das ist natürlich fantastisch für uns. Dieser Sieg kommt gerade zur rechten Zeit, jetzt wird bei der WM in Igls die Hölle los sein", versprach Tobias Schiegl, der mit seinem Cousin eben in Tirol 1997 den Weltmeistertitel geholt hatte. "Diesmal haben wir eben das notwendige Quäntchen Glück auf unserer Seite gehabt, hoffentlich bleibt das auch bei der WM so", ergänzte Hintermann Markus Schiegl nach der gelungenen WM-Generalprobe.

Diese fand gerade auf ihrer Lieblingsbahn im sächsischen Altenberg statt, wo Schiegl/Schiegl auch 1996 bereits Weltmeister geworden waren. In der Gesamtzeit von 1:25,880 Minuten ließen sie am Samstag Leitner/Resch 0,03 Sekunden hinter sich und verhinderten damit deren 27. Weltcup-Sieg, mit dem sie die Bestmarke des ehemaligen Erfolgsduos Stefan Krauße/Jan Behrendt eingestellt hätte.

Dass die zweite und vierte Laufzeit zum Sieg reichte, zeigte laut Markus Schiegl, "dass es wieder sehr eng zugegangen ist." Die zur Halbzeit noch führenden Südtiroler Christian Oberstolz und Patrick Gruber schafften als Vierte erstmals in dieser Saison nicht den Sprung auf das Podest und überließen damit Leitner/Resch die alleinige Führung im Gesamtweltcup. Schiegl/Schiegl verbesserten sich durch den Sieg auf den dritten Rang.

Während die Olympiasieger Andreas Wolfgang Linger als Sechste weiter um ihre WM-Form kämpften, empfahlen sich ihre jungen Kollegen Peter Penz Georg Fischler mit Rang sieben für zukünftige Top-Ergebnisse. "Ihnen ist auch bei der WM ein absolutes Spitzenergebnis zuzutrauen", sagte Sportdirektor Markus Prock.

Bei den Damen führte Silke Kraushaar-Pielach bei ihrem sechsten Saisonsieg im siebenten Weltcup einen deutschen Vierfacherfolg an. Natalie Geisenberger, Anke Wischnewski und Tatjana Hüfner machten mit den Rängen zwei bis vier das Kleeblatt komplett. Es war bereits der 71. Damen-Weltcupsieg des deutschen Teams in Folge. Die Tirolerin Nina Reithmayer belegte als beste Nicht-Deutsche unmittelbar vor Veronika Halder Platz fünf.

Damit erfüllten auch die Damen die Erwartungen des Sportkoordinators Robert Manzenreiter: "Mehr ist derzeit realistischerweise nicht drinnen. Ich hoffe, dass Nina und Veronika auch in Igls ihr Leistungspotenzial hundertprozentig ausschöpfen können. Dann können wir die deutschen Mädchen zumindest ein bisschen ärgern", so Manzenreiter abschließend.

(apa/red)