Doping-Verdacht im St. Anna Kinderspital: Krankenhaus leitet interne Untersuchun ein

Kinderarzt soll EPO an Sportler verkauft haben Behandlung "ohne Kenntnis & Erlaubnis der Direktion"

Doping-Verdacht im St. Anna Kinderspital: Der inzwischen freigestellte Arzt Andreas Zoubek soll in der Wiener Klinik Sportler mit intravenöser Eisenzufuhr behandelt haben. Nach Lautwerden des Verdachts hat das Spital eine interne Untersuchung eingeleitet.

"Das Spital wird diese Aussagen mit aller Sorgfalt und Genauigkeit überprüfen und gegebenenfalls rechtliche Konsequenzen ziehen", hieß es in einer Reaktion auf ein "Kurier"-Interview. Sollte es solche Behandlungen jedoch gegeben haben, so seien diese ohne Kenntnis und ohne Erlaubnis der Leitung des St. Anna Kinderspitals durchgeführt wurden, teilte die Krankenhausleitung mit.

Der neue Zeuge hatte gegenüber dem "Kurier" erklärt, Zoubek habe das Medikament EPO an gesunde Erwachsene zur Leistungssteigerung verkauft. Er präsentierte eine EPO-Spritze, die ihm Zoubek nach seinen Worten persönlich übergeben habe. Zur Unterstützung der EPO-Behandlung sei Sportlern im Kinderspital Eisen zugeführt worden, sagte der Zeuge der Tageszeitung.

(apa/red)