Dominique Strauss-Kahn bleibt in U-Haft:
Richterin sieht Fluchtgefahr bei IWF-Chef

Banker soll Hotelangestellte zu Sex gezwungen haben Staatsanwaltschaft erhebt Anklage in sechs Punkten

Dominique Strauss-Kahn bleibt in U-Haft:
Richterin sieht Fluchtgefahr bei IWF-Chef © Bild: APA/EPA/Gombert

Dominique Strauss-Kahn muss in Untersuchungshaft bleiben: Die Polizei hat den den Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen des Verdachts auf versuchte Vergewaltigung festgenommen, eine Haftrichterin in New York hat es abgelehnt, den 62-jährigen Franzosen gegen eine Kaution freizulassen. Sie begründete ihre Entscheidung mit Fluchtgefahr. Strauss-Kahns Anwälte hatten zuvor eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar (rund 700.000 Euro) angeboten.

Der Franzose war am Samstag in New York festgenommen und angeklagt worden, weil er versucht haben soll, in einem Hotel ein Zimmermädchen zu vergewaltigen.

Verteidiger: Essen mit Tochter zur Tatzeit
Strauss-Kahn ließ die Vorwürfe über seine Anwälte bestreiten. Der IWF-Chef verfügt nach Informationen des französischen Radiosenders RMC über ein Alibi für den Zeitpunkt des mutmaßlichen Vergewaltigungsversuchs. Strauss-Kahn habe das Hotel bereits gegen Mittag, also eine Stunde vor dem Tatzeitpunkt, verlassen und sich mit seiner Tochter zum Essen getroffen, berichtete RMC unter Berufung auf seine Anwälte. Die Verteidigung habe Beweise und Zeugenaussagen für dieses Essen.

Sechs Anklagepunkte gegen Strauss-Kahn
Bei der ersten Anhörung vor einem Richter hat die New Yorker Staatsanwaltschaft Strauss-Kahn sechs Punkte zur Last gelegt. Der schwerwiegendste ist "sexuelle Belästigung ersten Grades". Dafür drohen dem Franzosen laut Anklage 25 Jahre Haft. Auch für alle anderen Punkte sind Haftstrafen möglich, von drei Monaten bis zu 15 Jahren.

Laut Anklageschrift soll Strauss-Kahn die Tür seines Hotelzimmers zugeschlagen haben, als ein Zimmermädchen zum Aufräumen eingetreten war. "Er griff dem Opfer ohne Einwilligung an die Brust, versuchte, die Strumpfhose herunterzuziehen und griff ihm in den Schritt. Sein Penis hatte gewaltsam zweimal Kontakt mit dem Mund des Opfers."

Freiwillige DNA-Probe
Strauss-Kahn hat der rechtsmedizinischen Untersuchung, die neue Erkenntnisse zu den Vorwürfen liefern soll, nach Angaben seiner Anwälte freiwillig zugestimmt. Es soll unter anderem geprüft werden, ob sein Körper Kratzspuren aufweist oder ob er DNA-Spuren des mutmaßlichen Opfers an sich trägt, etwa unter den Fingernägeln. Die junge Frau hatte den Franzosen nach einem Bericht der "New York Daily News" bei einer Gegenüberstellung erkannt.

Die Polizei schilderte nach Angaben von US-Medien die Vorgänge in dem Hotelzimmer so: Das Zimmermädchen habe am Samstag die für 3.000 Dollar (2.101 Euro) pro Nacht vermietete Luxussuite betreten - ohne zu wissen, dass sich dort jemand aufhielt. Sie habe zuvor an Strauss-Kahns Zimmertür geklopft und sei erst eingetreten, nachdem sie keine Antwort erhalten hatte. Als die Frau das Zimmer betrat, sei Strauss-Kahn nackt aus dem Badezimmer gekommen, auf sie zugerannt und habe sie ins Schlafzimmer gezerrt. Es sei ihr zunächst gelungen, ihn abzuwehren und wegzulaufen. Doch im Badezimmer habe Strauss-Kahn die Frau wieder erwischt und versucht, ihr den Slip herunterzureißen.

Unterdessen droht dem 62-Jährigen auch in Frankreich eine Klage wegen ähnlicher Vorwürfe. Eine 31-jährige Journalistin wurde nach eigener Darstellung 2002 von Strauss-Kahn sexuell belästigt. Sie hatte schon 2007 in einer Fernsehsendung von dem Vorfall berichtet. Damals war der Name des IWF-Chefs durch einen Piepton unkenntlich gemacht worden.

(apa/red)

Kommentare

Hier paßt nichts zusammen In dieser Schilderung von News gibt es zwei Versionen, die nur zwei Absätze voneinander entfernt sind und sich widersprechen.

1. Laut Anklageschrft
- war ER wohl direkt an der Tür, denn er hat sie ja zugeschlagen, nachdem SIE eingetreten war. Dann erfolgte die Attacke. Der Weg nach Draußen wäre jedoch nicht weit gewesen, sie standen offensichtlich ja noch an der Tür (keine Erwähnung von Schlafzimmer/Bad)

2. Angaben der Polizei
... also: SIE kommt also ahnungslos rein, ER kommt aus dem Badezimmer gerannt (alle 62 jährigen rennen) - und zerrt sie ins Schlafzimmer. OK, die sind also jetzt im Schlafzimmer. Dort hat sie ihn abgewehrt und ist ins Badezimmer gerannt. Er hinterher. Und hat sie drin erwischt (klar, Badezimmer ist Sackgasse)

Hat sie nicht gewußt, wo der Ausgang ist?

Laleidama
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versteh das auch nicht... der kann sich jedes Model leisten und dann soll er so etwas machen..???incredible...indeed....

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Re: versteh das auch nicht... Bin genau deiner Meinung. So blöd kann man gar nicht sein.

Strauss-Kahn Nicht schlecht wenn man privat um 3000 Dollar die Nacht absteigen kann, aber dass der Typ aber aus dem Bad kommt und überrascht ein Zimmermädchen vorfindet welches er dann missbrauchen will läßt nur 2 Möglichkeiten offen: sein Hirn ist in diesem Moment nach untergerutscht (dann verdient er die volle Strafe) oder aber er wurde reingelegt. Dann aber die Frage: WARUM ?

Dantine melden

New York, New York Ich würde als erstes die Frage stellen:
Was hat das Zimmermädchen im Zimmer zu tun, wenn Herr DSk im Bad ist?
Bevor diese Frage nicht beantwortet ist und 2. die Frage danach: Wenn ich alleine im Hotelzimmer bin, laufe ich auch nackt aus dem Bad - aber eben nur, wenn ich weiß, dass ich alleine bin und nicht jemanden gerufen habe! Als über 60jähriger gehe ich nicht davon aus, dass ich ein "Mädchen" nackt so sehr beeindrucken kann, dass ich davon ausgehen kann, nicht als sexuell Belästiger dazustehen!

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Re: New York, New York ::: Und noch dazu, wenn ich amerikanische Verhältnisse und speziell New Yorker kenne, wo bekannt ist, dass man wegen sexueller Belästigung angeklagt werden kann, wenn man völlig unschuldig längere zeit auf derselben Strassenseite hinter einer Frau hergeht!
Übrigens einer der Gründe, warum mich in 1000 Jahren kein Grund nach Amerika führen kann! 1 mal ist 1 mal zu viel!

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Re: New York, New York DSK hat um ein Mädchen telefoniert. Anstelle der gewümschten Sex- Dienstleistungs- Maid wurde eine Zimmer- Service- Maid geschickt.

Dumm gelaufen .....

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Wer glaubt wirklich diesen Blödsinn? So einfach kann man also unliebsame Menschen beseitigen.

Ein Zimmermädchen die schreiend aus dem Zimmer rennt.....

US Schuldenkrise
US Handelsdeffizit
US Dollarkrise

Vielleicht hat man erfahren, daß Kahn etwas vorhat,
was dem US$ Schaden könnte. Er ist ja immerhin
Chef vom internaionalen Währungsfond.

Also inszeniert man einen Zwischenfall.....

.....und schon gibt es völlig merkbefreite Naivlinge
die all den Unsinn glauben, der ihnen da präsentiert wird.

Viennese melden

Re: Wer glaubt wirklich diesen Blödsinn? Wer hier einen Blödsinn glaubt ist einfach: Nämlich der Poster " Dantine"! Krause Verschwörungstheorien zu fabrizieren ist einfach. Doch wenn man die amer. Wirklichkeit kennt ist man weitentfernt davon in diesen Kreisensoetwas zu fabrizieren! Strauss hat ja seine Vorgeschichte und ist eben ein notgeiler Typ, welcher geglaubt hat beim Zimmerpreis ist die sexuelle Befriedigung inklusive. Abe rwie immer kommen geschichtenschreiber und sehen Verschwörungen am Horizont.

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Re: Wer glaubt wirklich diesen Blödsinn? Entschuldigung " Dantine" ich meinte " Founder"

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Strauss-Kahn, Oralsex! Da hat die Merkel ja nochmal Glück gehabt!!!

powervomland melden

Re: Strauss-Kahn, Oralsex! Sie haben eben den Witz des Tages kreiert!
Zum Schieflachen! Gratulaltion!

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Re: Strauss-Kahn, Oralsex! Also, da wär ich heute gern dabei, wenn die Merkel mit Khan über diesen Vorfall spricht.
Eigentlich würde auch ein Video genügen.

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