Dominique Strauss-Kahn von

Anklage bleibt aufrecht

"Ermittlungen gehen weiter": New Yorker Staatsanwaltschaft lässt nicht locker

Dominique Strauss-Kahn - Anklage bleibt aufrecht © Bild: Reuters

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hält an der Anklage gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen angeblicher sexueller Übergriffe gegen ein Zimmermädchen fest. "Die Ermittlungen gehen weiter", erklärte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch nach einem Treffen mit den Anwälten Strauss-Kahns.

Zuvor hatten US-Medien spekuliert, dass die Anklage wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers möglicherweise bald ganz fallengelassen werden könnte.

Strauss-Kahn soll versucht haben, im Mai in einem New Yorker Hotel ein Zimmermädchen vergewaltigt zu haben. Die Ermittler haben aber inzwischen Zweifel an der Glaubwürdigkeit der 32-Jährigen. Nach mehreren Tagen in Untersuchungshaft und anschließendem Hausarrest ist der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds inzwischen auf freiem Fuß.

Neue Vorwürfe
Unterdessen droht dem 62-Jährigen in seiner französischen Heimat neuer Ärger mit der Justiz: Die Autorin Tristane Banon beschuldigt ihn einer versuchten Vergewaltigung im Jahr 2003 und zeigte ihn am Dienstag an. Strauss-Kahn habe sie während eines Interviews sexuell bedrängt.