Dokumentation: Neue Osama Bin Laden-Botschaft zu Anschlägen vom 11. September

Al-Kaida-Anführer: "Ich war verantwortlich dafür"

Der Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden hat nach eigenen Angaben die Federführung bei den Anschlägen in den USA am 11. September 2001 gehabt. Im Internet wurde eine Sprachaufzeichnung veröffentlicht, bei der eine Stimme zu hören ist, der der bin Ladens ähnlich ist. Es folgt eine Dokumentation von Teilen der Sprachaufzeichnung:

"Ich beginne damit, über Bruder Zacarias Moussaoui zu sprechen. Die Wahrheit ist, dass er keinerlei Verbindung zu den Vorgängen des 11. Septembers hat. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich war verantwortlich dafür, die 19 Brüder (...) mit den Anschlägen zu betrauen, und ich habe Bruder Zacarias nicht berufen, dabei zu sein."

"Sein Geständnis, dass er beauftragt war, sich an den Anschlägen zu beteiligen, ist ein falsches Geständnis, von dem kein vernünftiger Mensch bezweifeln kann, dass es aus dem Druck resultiert, der in den vergangenen viereinhalb Jahren auf ihn ausgeübt wurde."

"Die Teilnehmer der Anschläge vom 11. September waren in zwei Gruppen eingeteilt: die Piloten und Unterstützungsteams für jeden Piloten, die die Situation in den Flugzeugen unter Kontrolle halten sollten. Und da Zacarias Moussauoi das Fliegen gerade lernte, folgt daraus, dass er nicht die Person Nummer 20 in den Teams zur Kontrolle in den Flugzeugen war, wie eure (die US-)Regierung des jüngst behauptet hat."

"Wenn Moussaoui die Fliegerei gelernt hat, um Pilot in einem der Flugzeuge zu werden, dann soll er uns die Namen derjenigen nennen, die auserwählt waren, ihm dabei zu helfen, die Situation im Flugzeug zu kontrollieren. Er wird dies aus einem einfachen Grund nicht sagen können, denn es gibt diese Helfer nicht." "Bruder Moussaoui wurde zwei Wochen vor den Ereignissen inhaftiert. Und hätte er irgendetwas, und sei es auch nur ein wenig, über die Gruppe des 11. Septembers gewusst, hätten wir unserem Bruder, (den Piloten) Mohammed Atta, und seinen Brüdern - möge Allah ihnen gnädig sein - doch sofort aufgefordert, die USA zu verlassen, bevor die Sache aufgedeckt wird. "

"Ich rufe dazu auf, sich an meine Brüder, die Gefangenen in Guantanamo, zu erinnern. Möge Allah sie alle befreien. Und ich stelle eine Tatsache fest, bei der ich mir absolut sicher bin: Alle Insassen von Guantanamo, die 2001 und in der ersten Jahreshälfte 2002 gefangen genommen wurden, (...) haben keine wie auch geartete Verbindung zu den Vorgängen vom 11. September. Viele von ihnen haben nicht einmal eine Verbindung zur Al-Kaida. Alle bis heute Gefangenengehaltenen haben keine Verbindung zu den Ereignissen vom 11. September und wissen auch nichts darüber - mit Ausnahme von zwei Brüdern. Möge Allah sie alle befreien."

"(US-Präsident George W.)Bush und seine Regierung sind sich dieser Tatsache bewusst, aber sie sprechen nicht darüber, (...) weil sie die vielen hundert Milliarden Dollar rechtfertigen müssen, die das Verteidigungsministerium und andere Bereiche in ihrem Kampf gegen die Mudschahedin ausgeben."

"Er spreche diese Fakten an, weil ich nicht ganz ohne Hoffnung bin, dass Bush und seine Mitstreiter anständig sein werden bei der Lösung dieser Fälle unserer Brüder, auch wenn das kein normaler Mensch erwartet."

"Vielleicht wird eines Tages unter den US-Bürgern jemand sein, der Gerechtigkeit verlangt. Das ist der Weg zu Sicherheit und Geborgenheit - wenn ihr denn daran interessiert seid."

(apa)