Fuck for Forest von

Sex für den Regenwald

Doku: Skurrile Weltverbesserer, die mit Pornoerlösen Umweltprojekte finanzieren

Fuck for Forest - Szenenbild © Bild: FuckforForest

Es begann alles im Jahr 2004, als die Norweger Tommy Hol Ellingsen und Leona Johansson die Umweltschutz-Organisation "Fuck for Forest" ins Leben riefen. Der Plan: Das Paar wollte sich und Gesinnungsgenossen beim Sex filmen und mit den daraus lukrierten Erlösen Umweltprojekte in Lateinamerika finanzieren.

Im vergangenen Jahr wurde die Gruppe monatelang von dem polnischen Regisseur Michal Marczak begleitet. Der daraus entstandene Dokumentarfilm kommt demnächst in die Kinos. "Fuck for Forest - F... für den Regenwald" heißt das Werk, für das Marczak mit den exhibitionistischen Weltverbesserern in das Amazonasbecken reiste. Nicht nur die dort ansässige indigene Bevölkerung war äußerst erstaunt über das exotische Treiben der europäischen Hippies.

In Norwegen unerwünscht

Ihren ersten großen Auftritt hatten Ellingsen und Johansson übrigens 2005, als sie auf der Bühne eines norwegischen Rockfestivals Sex hatten, um auf die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes hinzuweisen. Nach einer Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verließ das Paar ihr Heimatland und lebt seither in einer Berliner WG, der auch zum Hauptdrehort für die "Fuck for Forest"-Pornofilme wurde. Mittlerweile haben die Nacktaktivisten immerhin 500.000 Euro lukriert, mit dem sie diverse Hilfsprojekte in Brasilien, Ecuador und Costa Rica unterstützen.

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