Doch kein iranischer Satellit im Weltall:
Iran schoss bisher nur eine Trägerrakete ab

Satellit "Omid" wartet noch auf Transport ins All Westen beobachtet Raketenprogramm mit Sorge

Doch kein iranischer Satellit im Weltall:
Iran schoss bisher nur eine Trägerrakete ab © Bild: AP/Alaei

Der Iran hat eine Rakete zum Abschuss eines Satelliten getestet. Präsident Mahmoud Ahmadinejad habe den Start im iranischen Weltraumzentrum verfolgt und persönlich den Countdown heruntergezählt, sagte ein Regierungssprecher laut iranischer Nachrichtenagentur FARS. Die Islamische Republik will demnächst seinen ersten eigenen Satelliten mit Namen "Omid" (Hoffnung) ins All schießen.

Zunächst hatte das iranische Fernsehen berichtet, es sei Satellit ins All geschossen worden. Später hieß es dann offiziell, es sei erstmals eine Rakete mit einem Satelliten-Dummy erfolgreich getestet worden.

Die USA und Russland hatten sich zu Beginn des Jahres nach ähnlichen Tests besorgt über dass iranische Weltraumprogramm gezeigt und nach den tatsächlichen Zielen gefragt. Die Raketentechnologie für Satelliten kann auch zum Abschuss von Atomwaffen genutzt werden.

Wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms haben die UN bereits dreimal Sanktionen gegen die Islamische Republik verhängt. Grund für die Sanktionen ist die Weigerung des Iran, sein Atomprogramm zu stoppen. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran unter dem Deckmantel der Energieerzeugung nach Atomwaffen zu streben.

Irans Kampfflugzeuge können Israel erreichen Die iranische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben die Reichweite ihrer Kampfflugzeuge so weit verbessert, dass sie auch Israel erreichen und wieder zu ihrer Heimatbasis zurückkehren können. General Ahmad Mighani sagte dem staatlichen Fernsehen zufolge, die Flugzeug könnten 3.000 Kilometer ohne Auftanken zurücklegen. Israel liegt rund 1.000 Kilometer vom Iran entfernt.

Um welche Kampfflugzeuge es sich genau handelte und wie dies erreicht wurde, sagte der General nicht. Auch Israel nannte er nicht beim Namen. Nach Einschätzung von Experten könnte die längere Reichweite durch Zusatztanks ermöglicht werden, die an den Tragflächen oder dem Rumpf befestigt und schließlich abgeworfen werden, wenn sie leer sind.
(apa/red)