Doch noch mehr offene Punkte bei Koalitionsgesprächen in Deutschland

Gesundheit, Job-Befristungen und Finanzen im Zentrum der Gespräche

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Nach wie vor strittig sind weiterhin die ganz großen Bereiche Gesundheit, Job-Befristungen und Finanzen, wie am Dienstag aus Verhandlungskreisen bekannt wurde. Offen ist demnach aber beispielsweise auch noch die künftige Höhe der Ausgaben für die Verteidigungs- und die Entwicklungspolitik.

Es wurde mit Verhandlungen bis in die Nacht gerechnet. Eine nochmalige Vertagung galt aus ausgeschlossen, weil es sonst mit den nach einer Einigung nötigen Fraktions- und Gremiensitzungen eng werden würde. Dienstag ist der zweite und letzte Tag, den sich die Parteien selbst als Limit für ihre Koalitionsgespräche gesetzt hatten.

Die Parlamentswahl in Deutschland hatte bereits am 24. September stattgefunden. CDU, CSU und SPD, die bis dahin in einer Großen Koalition zusammen regiert hatten, mussten dabei allesamt große Stimmverluste hinnehmen. Die bisherige und derzeit geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer hatten zunächst mit den Grünen und den Liberalen Gespräche über eine gemeinsame Regierung - wegen der Parteifarben "Jamaika"-Koalition genannt - geführt. Mitte November scheiterten diese aber. Die SPD ihrerseits hatte nach der Wahlschlappe ursprünglich in die Opposition gehen wollen.

Von 10.00 Uhr an waren nach Angaben aus Verhandlungskreisen zunächst parteiinterne Vorbesprechungen angesetzt. Um 11.00 Uhr will sich dann die Runde der 15 Chef-Unterhändler von Union und SPD treffen. Die große Runde sei gebeten worden, sich grundsätzlich ab 16.00 Uhr bereitzuhalten - auch wenn sich der Beginn dann tatsächlich in den späten Abend oder auch bis tief in die Nacht hinein ziehen könnte.

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