Doch nicht nach Klagenfurt: Udinese wählt Bologna als Ausweichort für nächste Saison

Gerüchte über mögliche Übersiedlung damit hinfällig Arena wegen Sicherheitsmängeln für Spiele gesperrt

Serie-A-Klub Udinese Calcio wird seine Heimpartien in der kommenden Saison in Bologna ausgetragen. Ein dementsprechendes Abkommen sei bereits abgeschlossen worden, berichtete Udinese-Pressesprecher Guido Gomirato. Er dementierte somit Gerüchte, dass der italienische Erstligist etwa 15 Runden im neuen EM-Stadion des FC Kärnten in Klagenfurt austragen könnte.

Die "Kleine Zeitung" hatte das EM-Stadion als potenzielles Ausweichstadion ins Spiel gebracht. "Kärnten müsste sich nur melden. Landeshauptmann Jörg Haider kennt Udinese Besitzer Giampaolo Pozzo doch ganz gut", erklärte Udinese-Insider Umberto Tognoni. Auch Kärntens Landeschef Haider war von der Idee begeistert: "Wir hätten größtes Interesse daran, das zu machen. Es wäre eine unbezahlbare Werbung für unser Land und die Europameisterschaft, denn plötzlich würde ganz Italien unser tolles Stadion kennen."

Udinese war schon seit Wochen auf der Suche nach einer "Ersatz-Arena". Durch die Einigung mit Bologna müssen die Profis des Tabellenzehnten der Serie A ab der nächsten Saison 250 Kilometer bis zum "provisorischen Heimstadion" fahren. "Inzwischen werden wir nach einer Lösung für das Stadion in Udine suchen", meinte Gomirato.

Das 40.000 Zuschauer fassende "Stadio Friuli" in Udine ist wegen Sicherheitsmängeln für Heimspiele gesperrt worden. Seit Februar dürfen nur noch die Besitzer von Dauerkarten die Heimspiele im Stadion verfolgen. Bisher wurden etwaige Auflagen wie die Installierung von 40 Drehkreuzen nicht erfüllt. Zusätzlich ist ein Streit zwischen der Gemeinde und dem Fußballklub darüber im Gange, wer die Stadion-Renovierungsarbeiten finanzieren soll. Die Gemeinde weigert sich, für die hohen Modernisierungskosten aufzukommen.

(apa/red)