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DiTech: Rettung aus Polen?

Insolventes Unternehmen verhandelt intensiv mit Investor. Hotline für Beschäftigte.

Computerhändler - DiTech: Rettung aus Polen? © Bild: News Herrgott Ricardo

Der insolvente Wiener Computerhändler DiTech verhandelt intensiv mit einem Investor, berichtet der "Kurier" (Mittwochausgabe). Es soll sich dabei um eine polnische Handelsfirma drehen, Namen wurde keiner genannt. Die entscheidende Unterschrift fehlt noch, bestätigte ein DiTech-Sprecher den Zeitungsbericht.

Der Investor soll 100 Prozent des Unternehmens zum Preis von einem Euro übernehmen um dann einen einstelligen Millionenbetrag in den Wiener Computerhändler einschießen und Haftungen gegenüber den Lieferanten übernehmen. Mit diesem Betrag soll auch der dreimonatige Fortbetrieb innerhalb des geplanten Sanierungsverfahrens und die erste Teilquote für die Gläubiger finanziert werden. Die Gründerfamilie Aleksandra Izdebska und Damian Izdebski soll das Recht auf einen Rückkauf von 49 Prozent haben.

Vorvertrag soll unterzeichnet sein

Ein Vorvertrag wurde laut Zeitung bereits unterzeichnet, die entscheidende Unterschrift soll aber noch fehlen. Es bestehe erheblicher Zeitdruck, spätestens am Donnerstag müsse der Einstieg des Investors fix sein. Schon am Freitag müsse Anwalt Proksch die Einleitung eines Sanierungsverfahrens über die DiTech GmbH beim Handelsgericht Wien beantragen, um die insolvenzrechtlichen Bestimmungen (60-Tage-Frist ab Zahlungsunfähigkeit) einhalten zu können.

DiTech ist inzwischen bei der populären Online-Preisvergleichsplattform geizhals.at nicht mehr gelistet. "Sobald ein Insolvenzverwalter bestellt ist und es sicher ist wie es weitergeht wird DiTech natürlich wieder aktiviert. Ich bedauere die Entwicklung sehr", so geizhals.at-Sprecherin Vera Pesata auf APA-Anfrage.

Hotline für Beschäftigte eingerichtet

Die Gewerkschaft ist angesichts des angekündigten Personalabbaus von 60 bis 80 Mitarbeiter alarmiert und hat unter der Nummer 050301/21000 eine Hotline eingerichtet. "Wir raten den Beschäftigten, sich rasch mit der GPA-djp in Verbindung zu setzen, um sicher zu stellen, dass ihre Rechte im Insolvenzfall gewahrt bleiben", so die Wiener Regionalgeschäftsführerin der GPA-djp, Barbara Teiber, am Dienstag laut Aussendung.

Die Gewerkschaft fordert das Unternehmen auf, eine sozial verträgliche Abwicklung der notwendigen Sanierungsschritte zu ermöglichen.

Mit Expansion übernommen

Der Wiener Computerhändler hat sich bei seiner rasanten Expansion übernommen und muss Insolvenz anmelden. Noch diese Woche will das Unternehmen ein Sanierungsverfahren beim Handelsgericht Wien anmelden. Die Anzahl der Mitarbeiter soll um 60 bis 80 Personen reduziert werden, so Firmengründer und Ditech-Geschäftsführer Damian Izdebski am Montag in einem "Offenen Brief" auf der Firmen-Website.

Kommentare

Polnischer Investor! Wie das klingt :D Von günstigen Preisen kann wohl keine Rede sein. In fast jedem Fall ist das Zeug bei e-tec billiger, von Amazon gar nicht zu reden. Beratung brauche ich keine. Wer lesen kann ist im Vorteil, wer es tut (im www) um so mehr. Mit der Beratung beim MM ists wie beim Lotto - alles ist möglich.

Oliver-Berg

Die Eigentümer haben bei DiTech jahrelang koste was es wolle expandiert. Man kann nicht gleichzeitig günstig bei den Preisen sein, eine deutlich über den Durchschnitt liegende Beratung bieten und dann noch zu viele Filialen finanzieren. Das geht sich ohne entsprechende Kapitalbasis nicht aus.

Stundenlange Beratung?! Bei Media Markt?!! Witz des Jahres!! Ahnungslose Lehringe versuchen sich vor den Kunden zu verstecken. Die Beratung bei DiTech war der Hammer. Schade.

Media Markt & Co werden sich freuen. Haben sich doch so manche Kunden stundenlang vom Verkaufspersonal in großen Schauräumen beraten lassen um dann bei DiTech günstig einzukaufen.

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