Diskussion um Sprunganzüge: Österreichs
Adler mit Schummel-Vorwurf konfrontiert

Gummiband soll zu größerer Anzugsfläche führen Stimmen Sie jetzt ab: Ist an den Vorwürfen etwas dran?

Im Skisprung-Lager herrscht dieser Tage Aufregung. Schuld sind aber nicht die Wahnsinns-Sprünge von Janne Ahonen und die beeindruckende Siegesserie des Finnen. Vielmehr sorgen Schummel-Vorwürfe gegen die österreichischen Adler für Diskussionen. Die ÖSV-Springer sollen nämlich mit nicht regelkonformen Anzügen die Schanzen hinuntersegeln.

So wurden Thomas Morgenstern und Andreas Widhölzl beim Weltcup-Springen im deutschen Willingen in der Qualifikation mit falschen Anzügen erwischt. Die beiden konnten im Hauptbewerb mit neuem Material aber an den Start gehen. DSV-Direktor Tusch erklärte dann nach dem Springen: "Wir haben bei Kontrollen nichts gefunden. Wir vermuten aber, dass der Anzugstoff der Österreicher dehnbarer ist."

Schon am Tag nach dem Ende der Vierschanzen-Tournee hatte der ehemalige österreichische und aktuelle norwegische Skisprung-Cheftrainer Mika Kojonkoski eine Diskussion über die Sprunganzüge gestartet.

Gummiband als Hilfsmittel?
Nach einem Bericht der Tiroler Tageszeitung "Die Neue" beanstandete der Finne bei einigen Anzügen ein spezielles Gummiband, das zu einer größeren Anzugsfläche führe. Das sollen die Österreicher Andreas Goldberger und Thomas Morgenstern in Innsbruck und Bischofshofen benützt haben. FIS-Rennsportdirektor Walter Hofer gab allerdings Entwarnung: "Wir haben in Bischofshofen am Start kontrolliert. Alle Anzüge von allen Nationen haben dem Reglement entsprochen", erklärte er.

Protest, so Kojonkoski, will er nicht einlegen. "Ich sage nichts gegen die Österreicher. Ich will nur eine Diskussion beginnen und will das nicht mehr sehen wie vor zwei Jahren, als einige Athleten bei der Schrittlänge zu weit unten waren." (red/apa)