Diskussion um Milchpreissenkung: Bauern sehen keinen Grund für diese Maßnahme

Diskussion um Ende der Milchquoten innerhalb EU Preise für Agrarprodukte bleiben auch heuer hoch

Diskussion um Milchpreissenkung: Bauern sehen keinen Grund für diese Maßnahme © Bild: APA

Die Landwirtschaftskammer sieht keinen Grund für eine Milchpreissenkung, wie sie von den österreichischen Handelsketten angekündigt wurde. Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski begründete die Ablehnung damit, dass für die Landwirte nichts billiger geworden sei.

"Im Gegenteil: Nach wie vor sind Energie- und Treibstoffpreise hoch und auch die Kosten für Futtermittel, Maschinen und Geräte zeigen ungebrochen nach oben", so Wlodkowski. Er fordert, dass bei der öffentlichen Hand an der Inflationsschraube gedreht wird, und nicht bei den Bauern.

Nach Einschätzung der deutschen Raiffeisen-Genossenschaften bleiben die Preise für Agrarprodukte auch in diesem Jahr hoch. Trotz eines leichten Rückgangs der Milchpreise seien die Marktperspektiven gut, so dass das Preisniveau "über dem der vergangenen Jahre liegt", sagte der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands, Manfred Nüssel in Berlin.

Innerhalb der EU wird zurzeit ein Ende der Milchquoten diskutiert, um dadurch mehr Milch und somit günstigere Preise in den Markt zu bringen. Österreichs Bauern sind dagegen und begründen dies mit einer möglichen Gefährdung der kleinbäuerlichen Strukturen. (apa/red)