Dirty-Campaigning-Affäre von

Tal Silberstein:
"Kanzler wusste von nichts"

Dirty-Campaigning-Affäre - Tal Silberstein:
"Kanzler wusste von nichts" © Bild: APA/AFP/JACK GUEZ

Umstrittener Wahlkampfberater Tal Silberstein nimmt nach Dirty-Campaigning-Affäre Regierungschef Christian Kern in Schutz.

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Es ist nicht viel, was sich Tal Silberstein zur Polit-Affäre Nummer eins in Österreich entlocken lässt – zu den Vorwürfen rund um zwei offensichtlich gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz gerichtete Dirty-Campaigning-Seiten auf Facebook. Wahlkampfberater Silberstein, der bis Mitte August im Sold der SPÖ stand, nimmt „News“ gegenüber jedoch Parteichef Christian Kern in Schutz: „Der Kanzler hatte nicht einmal das entfernteste Wissen oder die entfernteste Information darüber“, sagt Silberstein.

Wie ist das zu verstehen? Aus dem Umfeld Silbersteins ist zu hören, der Wahlkampfberater habe nunmehr erzählt, ohne Auftrag zwei Facebook-Seiten eingerichtet zu haben. Ein SPÖ-Kampagnenmitarbeiter habe lediglich Informationen aus Umfragen und sogenannten Fokusgruppen beigesteuert, um die Seiten bestmöglich auf die Zielgruppen auszurichten. Es sei nicht um „Negative Campaigning“ gegangen, sondern um Datenanalyse, soll Silberstein seinem Umfeld gegenüber beteuert haben. Die Arbeit mit Facebook mache es unter anderem möglich, verschiedene Wahlkampfbotschaften zu testen und verschiedene Zielgruppen einzuteilen. Silberstein sehe es als einen wichtigen Teil seiner Arbeit, Informationen zu sammeln und zu verarbeiten. Aber weshalb sollte er das ohne Auftrag der SPÖ tun? Dazu heißt es aus seinem Umfeld, Silberstein soll gesagt haben, er wolle die gesammelten Informationen auch nach dieser Wahlkampagne verwenden.

Antisemitismus?

Dass Inhalte auf den Facebook-Seiten auch antisemitisch bzw. rassistisch wirkten, soll Silberstein seinem Umfeld gegenüber zurückgewiesen haben. Er habe versucht klarzumachen, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, jemanden zu verletzen, wird erzählt. Die Seiten hätten nur die tatsächlichen Ansichten und Meinungen hervorgehoben, wie sie sich in den Kampagnen anderer Parteien widerspiegeln würden, soll er gesagt haben. Den Vorwurf des Antisemitismus habe der israelische Berater deutlich zurückgewiesen.

Kopfschütteln habe bei Silberstein die kolportierte Summe von 500.000 Euro ausgelöst, die laut Medienberichten die Seiten gekostet haben sollen, erfuhr News aus seinem Umfeld. Die Kosten sollen unter 100.000 Euro gelegen sein. Dafür habe er einen Teil jener 400.000 Euro verwendet, die die SPÖ ihm für seine Gesamttätigkeit bezahlt habe. Dass auch eine dritte Facebook-Seite mit dem Namen „Die Wahrheit über Christian Kern“ über ihn gelaufen sei, soll Silberstein in seinem Umfeld bestritten haben.

Gegenoffensive

Im Gespräch mit News geht der Ex-SPÖ-Wahlkampfberater in die Gegenoffensive: „Es ist Teil einer Negativkampagne der Gegenseite, alles dem Kanzler und er SPÖ vorzuwerfen, was nichts mit der Wahrheit zu tun hat“, beteuert Silberstein. Zur Frage, wie die Angelegenheit ans Tageslicht gelangte, meint der Berater: „In meinem Team gab es ganz sicher einen Maulwurf.“ Es sei jedoch nicht PR-Berater Peter Puller, wie nun manche andeuten würden. Silberstein arbeitet seit einiger Zeit mit Puller zusammen. Puller soll die Facebook-Seiten operativ betreut haben.

„Ich höre, der Maulwurf habe auch verbotenerweise versucht, geheime Chats zu veröffentlichen“, erzählt Silberstein. Das alles werde rechtlich geprüft. „Das Eigenartige ist, dass Leute von anderen Parteien dazu verwendet wurden, Informationen zu stehlen, und was jeden aufregt, sind Facebook-Seiten“, meint Silberstein.

Kommentare

Da grübeln Kern und Matzenetter:
Wer, zum Lopatka, ist der Täter?

Da müssts doch nur die Grünen fragen:
Die wissen’s, werdn’s jedoch nicht sagen:

Potz Pilz! Es is do so was Kloars:
und Kurz gesagt: „da Hofa woars!“

Ja, betrügen und lügen ist das Handwerk dieses Herrn.
In Israel wartet nach wie vor ein besonderer Zellenplatz.
Das soll dort ja besonders angenehm sein.

Robert Christian

Bravo! Man hat einen völlig neutralen und unabhängigen Zeugen für die Unschuld von BK Kern gefunden. Der Arme hatte keine Ahnung. Silberstein macht sich doch über ganz Österreich lustig.
Bei BK Kern fällt vor allem auf, dass er ziemlich oft keine Ahnung hat. Nicht unbedingt eine Eigenschaft, die man sich von einem Bundeskanzler erwartet.

Für 500.000 Euro ist es doch das Mindeste, dass er seinen Auftragsgeber deckt.
Sollte jedoch Kern als SPÖ Chef tatsächlich nichts gewusst haben,
fragt man sich wer eigentlich diese Partei führt

Ganz egal, in der Politik wird ohnedies nur gelogen!!! Nur lauter Eigeninteresse!

Harald Zet

ah, hat sp-politkommissar pelinka befehl bekommen, diese story reinzureklamieren? niemanden interessiert, was diese dreckschleuder sagt und daherlügt.

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