Dirk Bach von

Heimlicher Abschied

Entertainer findet letzte Ruhestätte. Schon seit Jahren hatte er Angst vor dem Tod.

Blumen liegen am Grab von Dirk Bach am Kölner Friedhof © Bild: APA/EPA/Rolf Vennenbernd

Am 1. Oktober ist Dirk Bach gestorben. Nach kurzem Rätselraten um die Todesursache stand dann doch relativ rasch fest: Der 51-jährige Komiker starb an Herzversagen. Seine letzten Stunden hat Bach alleine in seinem Berliner Hotel-Appartment verbracht, wo die Polizei Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Cholesterinsenker fand. Eine Woche nach seinem Tod konnte man sich per Kondolenzbuch von Dirk Bach verabschieden - seine letzte Ruhestände hat er bereits am Kölner Melatenfriedhof gefunden.

Am Wochenende schaltete Dirk Bachs langjähriger Lebensgefährte Thomas einen Abschiedsgruß in einer Kölner Regionalzeitung. Am Montag, dem 8. Oktober könne man sich von 12.00 bis 20.00 Uhr vom beliebten Schauspieler und Komiker in Form einer persönlichen Kondolenzbekundung verabschieden, heißt es darin. "Whirling, swirlling, never blue. How could you go and die, what a lonely thing to do", hat sich Thomas in der Todesanzeige ein Zitat aus dem Song "Il adore" von Boy George ausgesucht, um seinen Schmerz über den plötzlichen Tod seines geliebten Partners zum Ausdruck zu bringen.

Heimlicher Abschied im engsten Kreis

Am Wochenende ist Dirk Bach im engsten Kreis am Kölner Melatenfriedhof beerdigt worden. Seine letzte Ruhestätte ist schlicht gehalten, der Grabstein beinhaltet bloß seinen Namen, sowie das Geburts- und Sterbedatum. Wie Bestatter Christoph Kuckelkorn berichtet, nahmen Bachs engste Freunde am Samstag in einer kleinen, privaten Zeremonie von ihm Abschied. Während der Trauerfeier wurden Lieder von Herbert Grönemeyer ("Halt mich"), Meat Loaf ("Heaven can wait") und Dirk Bach ("Kleiner Vogel") selbst gespielt. Am Sonntag wurde schließlich die Urne des Entertainers bestattet.

Dirk Bach hatte große Angst vor dem Tod

Unterdessen wurde bekannt, dass Dirk Bach schon seit Jahren große Angst vor dem Tod hatte. Im Zuge einer RTL-Doku wurde ein altes Interview von ihm mit Sandra Maischberger gezeigt, in dem er bekennt: "Meine größte Angst ist, irgendwann zu sterben und nicht mehr das machen zu können, was ich machen möchte", erklärte der damals 32-Jährige mit ernster Miene. Auch sein Idealbild vom Tod gab er an, nämlich "in der Mitte eines kräftigen und sehr beliebten Stückes aus den Fugen gerissen" zu werden. Dabei sollte es ihn auf den Bühnenboden schmettern und alle sollten heftig klatschen, "weil sie denken, das ist ein klasse Regieeinfall". Leider fiel Dirk Bachs Abschied von dieser Welt letztendlich weitaus einsamer und unspektakulärer aus.

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