Diplomat Inzko als EU-Sonderbeauftragter:
USA geben "grünes Licht" für Ernennung

Außenministeriumskreise bestätigen die Bestellung Beschluss wird Ende März in PIC-Sitzung erfolgen

Diplomat Inzko als EU-Sonderbeauftragter:
USA geben "grünes Licht" für Ernennung © Bild: APA

Der Weg für den österreichischen Diplomaten Valentin Inzko zum internationalen Bosnien-Beauftragten dürfte frei sein. Wie Außenministeriumskreise bestätigten, haben die USA "informell grünes Licht" für die Ernennung gegeben. Zuvor war Inzko zudem offiziell als EU-Sonderbeauftragter für Bosnien-Herzegowina bestätigt worden, hieß es weiter.

Der offizielle Beschluss soll Ende März bei der nächsten Sitzung des Friedensimplementierungsrates (PIC) in Sarajevo erfolgen, hieß es weiter. Bosnische Medien hatten zuvor berichtet, dass Washington sich zunächst bezüglich einer Ernennung Inzkos skeptisch gezeigt hatte. Dem PIC gehören 55 Staaten an, er soll die Umsetzung des Friedensvertrages von Dayton (1995) überwachen.

Der Kärntner Slowene Inzko war 1996-1999 der erste Nachkriegsbotschafter Österreichs in Bosnien gewesen. Der derzeitige Botschafter in Slowenien wurde von der Europäischen Union für das Amt des internationalen Bosnien-Beauftragten vorgeschlagen, nachdem der bisherige Amtsinhaber Miroslav Lajcak Ende Jänner das Amt des slowakischen Außenministers übernommen hatte.

Außenminister Spindelegger wurde dazu im "Kurier" und in der bosnischen Zeitung "Dnevni avaz" mit den Worten zitiert: "Das ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit und Erfahrung Botschafter Inzkos. Es ist auch ein deutliches Zeichen der Anerkennung für Österreichs Rolle und unser Ansehen am Balkan."
(apa/red)