Dioxinverseuchtes Rindfleisch entdeckt:
Zwei Tiere mussten notgeschlachtet werden

Tirol: Fleisch vermutlich in Handel gekommen Ursache für Aufnahme von Gift noch völlig unklar

Dioxinverseuchtes Rindfleisch entdeckt:
Zwei Tiere mussten notgeschlachtet werden
© Bild: APA/DPA/Kneffel

Vier Monate nach dem in Irland ausgelösten Skandal rund um dioxinverseuchtes Schweinefleisch ist nun bekanntgeworden, dass ein Tiroler Landwirtschafsbetrieb mit überhöhten dioxinhaltigem Rindfleisch bereits im vergangenen Sommer konfrontiert war. Das Tier war in Bayern geschlachtet und untersucht worden. Daraufhin wurden Landwirt und Schlachter informiert. "Jetzt wird das Futtermittel untersucht", teilte Landesveterinärdirektor Eduard Wallnöfer mit.

Bis heute könne sich niemand erklären, woher die Grenzwertüberschreitung bei dem in Leutasch (Bezirk Innsbruck-Land) befindlichen Betrieb komme. Nach der Schlachtung der Kuh war die Milch von vier weiteren Tieren aus demselben Betrieb getestet worden. "Bei zwei waren die Grenzwerte überschritten. Die Rinder wurden vor 14 Tagen notgeschlachtet", erläuterte Wallnöfer.

Fleisch vermutlich in Handel gelangt
Jetzt werde das Ergebnis der Futtermitteluntersuchung abgewartet. "Oft dauert es Monate, zudem sind die Tests sehr teuer", schilderte der Landesveterinärdirektor die Problematik. Der Tiroler Bäuerin sei für die beiden Tiere entschädigt worden. Ob das Fleisch in Deutschland in den Handel gekommen sei, könne er nicht genau sagen. "Aber doch eher mit großer Wahrscheinlichkeit, da die Ergebnisse der Stichproben immer erst zwei bis drei Monate später aufliegen", fügte Wallnöfer hinzu.

Im Dezember 2008 war in Irland Schweinefleisch mit einem bis zu 200-fach erhöhtem Dioxinwert aufgetaucht. Daraufhin mussten die dort hergestellten Schweinefleischprodukte aus Geschäften, Restaurants und Verarbeitungsbetrieben in diversen Ländern zurückgerufen werden.
(apa/red)