Dinkhauser will Neuwahlen in Österreich: Überlegungen zu Export seiner Bürgerliste

Hilferufe aus anderen Bundesländern an ÖVP-Rebell Strebt weiterhin Regebogenkoalition in Tirol an

Dinkhauser will Neuwahlen in Österreich: Überlegungen zu Export seiner Bürgerliste © Bild: Reuters

Tirols Sensations-Wahlsieger Fritz Dinkhauser hat Appetit auf mehr, seine "Bürgerliste Fritz" könnte sich zum Exportschlager entwickeln. Seit dem Abend des Wahlsonntag kann sich der ÖVP-Rebell vor Anfragen vor allem aus ÖVP-Kreisen anderer Bundesländer kaum erwehren - aus der Steiermark, aus Oberösterreich, aus Salzburg und aus Kärnten ereilen Fritz Dinkhauser Hilferufe: "Wir sind Bürgerliche und fühlen uns von der Bundes-ÖVP nicht mehr vertreten. Wir brauchen auch solche Bürgerforen, wir brauchen auch einen Fritz Dinkhauser!"

Dinkhauser schließt im Interview mit NEWS nicht aus, dass aus seiner Tiroler Bürgerbewegung eine österreich-weite Initiative werden könnte.

Darüber erklärt Fritz Dinkhauser in der jüngsten Ausgabe von NEWS, nach wie vor sein Ziel, selbst mit einer "Regenbogen-Koalition" jenseits der ÖVP Landeshauptmann von Tirol zu werden, intensiver denn je zu verfolgen. Noch diese Woche will er deswegen Gespräche mit der SPÖ, den Grünen und den Freiheitlichen Tirols sowie diversen "Dissidenten" in den ÖVP-Abgeordnetenreihen suchen. Im übrigen tritt Dinkhauser im NEWS-Gespräch für sofortige Bundes-Neuwahlen ein ("Die Koalition ist bankrott! Schluss mit diesem Martyrium!") und fordert die Bundes-ÖVP zum Obmannwechsel auf: Statt Wilhelm Molterer ("Vizekanzler kann er schon bleiben") Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll als neuen ÖVP-Chef. Denn, so Dinkhauser, "die Partei muss endlich wieder straff geführt werden, damit es zu einer Auferstehung einer neuen christlich-sozialen Politik kommt!"

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