Dildos, Vibratoren & Co. getestet: Warnung vor gefährlichen Substanzen in Sexspielzeug

Greenpeace fordert Verbot von Weichmachern Bei Kontakt mit Mund äußerst gesundheitschädlich

Dildos, Vibratoren & Co. getestet: Warnung vor gefährlichen Substanzen in Sexspielzeug

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat ein Verbot von gesundheitsschädlichen Weichmachern in Sexspielzeugen gefordert. "Spielzeug für Erwachsene enthält die gleichen EU-weit verbotenen giftigen Substanzen wie Kinderspielzeug", erklärte Greenpeace.

In sieben von acht getesteten Dildos, Vibratoren und anderen einschlägigen Utensilien habe der Anteil an den so genannten Phtalaten zwischen 24 und 51 Prozent gelegen. Die EU hatte die Phtalate in Kinderspielzeugen verboten, weil sie gesundheitsschädlich sind, wenn sie in Kontakt mit dem Mundbereich kommen.

Es sei deshalb "schockierend", dass die Stoffe in Sex-Utensilien weiter erlaubt seien, erklärte Greenpeace. Das Hormonsystem könne geschädigt werden, es drohe Krebs und eine Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit. Zudem seien Phtalate umweltschädlich. Die Stoffe dienen als Weichmacher von PVC-Kunststoff, aus dem die meisten Sexspielzeuge sind. Greenpeace versicherte, ein Verbot der Phtalate bedeute nicht das Verbot von Sexspielzeug selbst. Es existierten genügend alternative Weichmacher zu den Phtalaten. (apa/red)