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Technik-Trends 2015

Von 3D-Drucker bis Virtual Reality: Was die Welt der Technik heuer zu bieten hat

Innovationen - Technik-Trends 2015 © Bild: APA/EPA

Um gleich mal eines vorwegzunehmen: Das Hoverboard wird 2015 nicht serienreif, R2-D2 wird uns keine Hologramme zeigen, kein K.I.T.T. wird sich per Armbanduhr zum Standort rufen lassen und zur Großtante nach Kentucky muss man nach wie vor in den entsprechenden Flieger steigen und wird sich nicht von Scotty hinbeamen lassen. 2015 dürfte dennoch ein Jahr werden, in dem einstige Zukunftsvisionen durchaus reale Züge annehmen. Wir haben die wichtigsten kurz zusammengefasst.

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3D-Drucker für zuhause

Der 3D-Druck wird auch für den Endkunden leistbar. Erste Modelle gibt es bereits unter 800 Euro. Und Anleitungen für hunderttausende Modelle auf zahlreichen Plattformen wie Thingiverse oder Yeggi downzuloaden. So lassen sich etwa Ersatzteile (auf eigene Gefahr) selbst herstellen. Wer hätte das vor zwei Jahren schon gedacht?

© REUTERS/Shannon Stapleton Der 3D-Druck hält Einzug in Privathaushalten.

Internet der Dinge

2015 wird man auch einen großen Schub erleben, mit dem von der Armbanduhr über den Kühlschrank bis zum Auto immer mehr Produkte mit dem Internet vernetzt werden. Experten schätzen, dass der Markt des "Internets der Dinge" und tragbarer Online-Geräte bis zum Jahr 2020 ein Volumen von 7,1 Billionen Dollar (5,96 Billionen Euro) erreichen wird. Grund genug für große Konzerne wie Samsung das Vesprechen abzuringen bis zu diesem Zeitpunkt ausnahmslos alle Produkte webtauglich zu machen.

© APA/EPA Vernetzung alltäglicher Gegenstände ist auch 2015 ein großes Thema.

Wearables

Die Smartwatch ist noch immer nicht salonfähig. Das könnte sich aber heuer ändern: Ähnlich wie bei den Smartphones rechnen Experten damit, dass Apple mit seiner Watch den Boom erst richtig lostreten wird. Aber auch andere Wearables wie intelligente Armbänder, Ringe oder auch Kleidungsstücke werden heuer zunehmend in den Alltag vorstoßen.

© LOIC VENANCE/AFP/Getty Images Kann die Apple Watch endlich intelligente Uhren etablieren?

Virtual Reality

Virtual Reality ist nicht neu und wird vorerst sicherlich keine Bildschirme ersetzen. Mit Oculus Rift von Facebook und Project Morpheus von Sony werden heuer aber zwei erneute Anläufe unternommen, das komplette Abtauchen in eine digitale Welt zu ermöglichen. Ein Massenandrang ist nicht zuletzt wegen gesundheitlicher Bedenken anzuzweifeln, die Geeks unter uns reiben sich aber jetzt schon die Hände.

© APA/EPA Project Morpheus soll heuer noch die Playstation 4 ergänzen.

4K als Mainstream

Ob Ultra HD, 4K oder einfach nur hochauflösende Bildwiedergabe: Was noch vor kurzem belächelt oder als nicht notwendig betrachtet wurde, beginnt sich 2015 schön langsam als feste Größe zu etablieren. Gerade weil Fernseher bzw. Monitore mit hoher 4K-Auflösung zunehmend auch preislich in Regionen vorstoßen, die für Otto Normalverbraucher leistbar werden. Noch nicht gilt dies für recht exotische Technologie gekrümmter Bildschirme, die uns die Industrie einreden möchte, hier muss man noch tief in die Tasche greifen.

© APA/EPA Riesige und hochauflösende Bildschirme sind keine Exoten mehr.

Das Auto 3.0

Bislang ging es bei Fahrzeug-Innovationen vorrangig "nur" um alternative Antriebe und/oder Fahrassistenten. Heuer werden sich neue Fahrzeuge zunehmend automatisiert und vernetzt zeigen. So könnte es in weiterer Folge schon bald zum Alltag werden, dass man dem eigenen Auto beim Einparken zusieht und es dann via Smartwatch abstellt und verriegelt. Fakt ist: Technisch steht selbstfahrenden Autos jetzt schon nichts mehr im Weg, regulatorische Probleme wie Gesetze, Versicherungsfragen und dergleichen sind die eigentlichen und wirklichen Hürden, die es noch zu überwinden gilt.

© APA/EPA Auto 3.0: Das Cockpit könnte zunehmend zur Zierde verkommen.

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