"Dieses Jahr wird alles anders": Lerntipps vom Experten, damit Vorsatz endlich klappt

Kurze Lernpausen sorgen für Aufnahmefähigkeit

"Dieses Jahr wird alles anders": Lerntipps vom Experten, damit Vorsatz endlich klappt

"Jeder von uns hat Phasen, die reger, und welche, die träger sind", so der Schulpsychologe Franz Sedlak . Schwerer Stoff sollte also dann gelernt werden, wenn man besonders aufmerksam ist. "Verallgemeinern kann man hier nichts, jeder muss auf seine eigene biologische Uhr achten - denn einer ist in den Morgenstunden aktiv, ein anderer am Abend." Auch wenn jeder nach seinen individuellen Bedürfnissen lernt, so gibt es gute Lerntipps die von jedem beachtet werden sollten.

Lerntechniken gibt es wie Sand am Meer, der Experte empfiehlt diese Methode: "Zuerst verschafft man sich einen Überblick über den gesamten Lernstoff, wie bei einer Stadterkundung. Erst dann vertieft man sich in die einzelnen Teilgebiete." So wisse man gleich am Anfang, was man mehr und was man weniger lernen muss, wo schon Vorwissen vorhanden ist und wo noch Unklarheiten liegen. Ein guter Trick, um das eigene Interesse zu wecken, sei, Fragen an das Stoffgebiet zu stellen.

Den idealen Zeitpunkt, um mit dem Lernen anzufangen, gibt es nicht, denn das hängt vom Umfang der Prüfung ab. Auf gute Einteilung ist aber in jedem Fall zu achten, denn wer neuen Stoff bis zum Schluss aufhebt, riskiert, "dass dadurch vorher Gelerntes blockiert wird und nicht mehr abgerufen werden kann." Am besten ist es, in den Tagen vor dem Test nur mehr das Gelernte zu wiederholen. "Nachfragen und sich kurz vor der Prüfung verunsichern lassen, ist keine gute Idee", weiß Sedlak. Wichtig ist auch die richtige Einstellung: "Nicht mein Wert als Mensch wird geprüft, sondern nur mein momentaner Wissensstand. Fehler können passieren."

Ein Ratschlag, der bei Schülern oft auf taube Ohren stößt, ist, beim Lernen immer am Ball zu bleiben. "Hier kann man ökonomisch vermitteln: Wer ständig mitlernt, hat vor der Prüfung deutlich weniger Arbeit, als wenn er alles neu lernen muss und vielleicht auch noch feststellt, dass er die Hälfte des Stoffs nicht versteht", so der Schulpsychologe.

Um aufnahmefähig zu bleiben, muss man zwischendurch regelmäßig "abschalten": In kurzen Pausen kann man lüften und sich bewegen, in längeren Pausen kann man zur Entspannung Musik hören. "Zu vermeiden ist aber, dass man die Lernpause mit einem Freizeitprogramm füllt, das einem dann länger nachhängt, wie zum Beispiel Fernsehen." Gut funktioniert es in der Regel, sich Belohnungen in Aussicht zu stellen - am erfolgreichsten ist man, wenn man am Gegenstand selbst Freude findet. (APA/red)