Die Zukunft des Fußballs startet hier und jetzt: FIFA will Spiel attraktiver machen

Task Force mit illustren Namen bildet Arbeitskreis Auch die Abseitsregel wird wieder einmal hinterfragt

Die Zukunft des Fußballs startet hier und jetzt: FIFA will Spiel attraktiver machen © Bild: GEPA/Oberländer

Ohne ihren Vorsitzenden Franz Beckenbauer hat die neue FIFA Task Force ihre Arbeit aufgenommen und erste Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung des Fußballs unterbreitet. Der "Kaiser" aus Deutschland musste die Teilnahme vorerst aus gesundheitlichen Gründen absagen, sandte aber schriftliche Grüße an die anderen Kommissionsmitglieder.

"Die FIFA Task Force für den Fußball 2014 ist ein sehr wichtiges Projekt. Die Gründung der Arbeitsgruppe, mit dem Auftrag den Kurs für die Zukunft des Fußballs zu setzen, ist eine exzellente Idee des FIFA-Präsidenten", wurde Beckenbauer in einer Mitteilung des Weltverbandes zitiert.

Beckenbauer - der als Vorsitzender vom sambischen Ex-Stürmer Kalusha Bwalya vertreten wurde - war nicht der einzige Fußball-Promi, der den Auftakt der Kommission verpasste. Auch Brasiliens Altstar Pele und Englands Bobby Charlton sagten für das Treffen ab. Beckenbauer soll dem FIFA-Kongress am 1. Juni erste Ergebnisse der auf Initiative von Verbandschef Joseph Blatter einberufenen Arbeitsgruppe präsentieren.

Das Gremium regte unter anderem an, besonders bei Jugend-Wettbewerben künftig eine vierte Auswechslung in der Verlängerung zu erlauben. Zudem wurden eine Aufweichung der Abseitsregel, die Abschaffung der Dreifach-Bestrafung durch Rote Karte, Elfmeter und Sperre bei Notbremsen im Strafraum, die Professionalisierung des Schiedsrichterwesens und eine Förderung des Frauen-Fußballs vorgeschlagen.

"Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Besetzung der Task Force die Attraktivität des Spiels aufrechterhalten und sogar steigern, besonders um die sich wandelnden Bedürfnisse der Fans zu erfüllen und dennoch die wesentlichen Werte des Spiels zu schützen", sagte Blatter.

(apa/red)