Die Wasserqualität hat sich verschlechtert:
Österreichs Seen verunreinigter als 2005

Dennoch erfüllen 97 Prozent die Mindeststandards Die Lage sieht zu Beginn der Badesaison gut aus

Die Wasserqualität hat sich verschlechtert:
Österreichs Seen verunreinigter als 2005

Die Wasserqualität in Österreichs Seen hat sich 2005 im Schnitt leicht verschlechtert. Das geht aus dem in Brüssel veröffentlichten Badegewässer-Bericht 2006 der EU-Kommission hervor. Immerhin erfüllten aber noch immer 97 Prozent der 268 geprüften Badegewässer die vorgeschriebenen EU-Mindeststandards und 81,7 Prozent sogar die freiwilligen höheren Qualitätsstandards.

Im Jahr davor waren die heimischen Badeseen so sauber wie noch nie seit der Messung gewesen. Damals hatten 98,9 Prozent die Mindeststandards und 83,1 Prozent die strengeren Werte erreicht. Außerdem erhielten im jüngsten Bericht acht Badeteiche bzw. Flussbäder (Badeteich Poysdorf, Badesee Andau, Donau Weißenkirchen, Thiersee-West, Flussbad Langenlois, Donau Altenarm Weitenegg, Wallersee, Strandbad Seekirchen, Flussbad St. Ruprecht) der geprüften Gewässer die rote Karte, während im Jahr davor nur drei Flussbäder die Mindeststandards nicht erfüllt hatten.

Qualität verschlechterte sich insgesamt
Insgesamt hat sich die Qualität der Badegewässer auch in der gesamten EU in der Badesaison 2005 etwas verschlechtert, vor allem die der Binnengewässer. Grund dafür ist vor allem, dass in dem Bericht erstmals alle neue Mitgliedstaaten, also auch Polen, Lettland, Ungarn und Malta, enthalten sind. Diese haben oft noch Probleme mit den genauen Prüfungen, weswegen viele Badegebiete als nicht ausreichend geprüft ausgewiesen werden.

Die Lage sieht gut aus
96,1 Prozent der Stränden in der EU (nach 97,7 Prozent im Jahr davor) erfüllten 2005 die EU-Mindeststandards und 89,1 (88,5) Prozent sogar die höheren Standards. "Die Lage sieht zu Beginn der Badesaison gut aus", sagte Umweltkommissar Stavros Dimas bei der Präsentation des Berichts in Brüssel. Bei den Binnengewässern ging der Anteil derer, die die Mindestvorgaben erfüllen, dagegen im Vergleich zur Vorsaison von 89,4 auf 85,6 Prozent zurück. Nur noch 63,1 Prozent nach 66,4 Prozent erfüllten zuletzt die höheren freiwilligen Vorgaben.
(apa/red)