Die Wahrheit naht im Todesdrama Jackson:
Obduktionsbericht wird in Kürze erwartet

Leibärzte sperren sich gegen Polizei-Ermittlungen Sorgerecht: Verzichtete Ex-Frau für Millionenzahlung?

Die Wahrheit naht im Todesdrama Jackson:
Obduktionsbericht wird in Kürze erwartet © Bild: Reuters

Der Obduktionsbericht, der möglicherweise Aufschluss über den Tod des Popsängers Michael Jackson gibt, wird möglicherweise bereits in dieser Woche fertig sein. Erste Untersuchungsergebnisse lägen bereits vor, teilte der zuständige Gerichtsmediziner mit. Die noch ausstehenden Resultate sollen laut Behörden Ende dieser oder Anfang nächster Woche vorliegen.

Unterdessen sperren sich Michael Jacksons Ärzte nach US-Medienberichten gegen die Ermittlungen der Polizei zur Todesursache des Popstars. Der gewöhnlich gut informierte Internetdienst tmz.com schrieb am Montag, dass der Hautarzt und langjährige Vertraute von Jackson, Dr. Arnold Klein, der Aufforderung nach Herausgabe aller Unterlagen über seinen prominenten Patienten bisher nur teilweise nachgekommen sei.

Der Mittelpunkt der Untersuchungen
Im Mittelpunkt der polizeilichen Untersuchung stehe aber der Leibarzt Conrad Murray, der den Popstar nach seinem Kollaps am 25. Juni noch wiederzubeleben versucht hatte, berichtete tmz.com unter Hinweis auf Informationen aus Ermittlerkreisen. Demnach gibt es Anzeichen dafür, dass Murray dem medikamentensüchtigen Sänger das Narkosemittel Propofol verschafft hat, das nur zur Anästhesie in Krankenhäusern verabreicht werden darf.

Laut tmz.com liegt den Ermittlern Beweismaterial vor, nach dem Jackson kurz vor seinem Herzversagen eine Propofol-Injektion erhalten hatte. Auch dafür, dass Dr. Murray ihm die Spritze gab, soll es Beweise geben. Verdächtig kommt den Ermittlern weiterhin vor, dass der Leibarzt 20 Minuten von Jacksons Kollaps bis zum Notruf verstreichen ließ.

Sorgerechtsstreit geklärt?
Der Streit um das Sorgerecht für die beiden ältesten Kinder von Michael Jackson ist nach US-Medienberichten beigelegt. Eine Vertraute der Familie Jackson, Stacy Brown, sagte dem Sender ABC, dass sich die Mutter der elfjährigen Paris und ihres ein Jahr älteren Bruders Prince Michael, Debbie Rowe, mit Jacksons Mutter Katherine geeinigt habe.

Debbie Rowe soll Millionen erhalten
Demnach soll das Sorgerecht entsprechend dem Testament des "King of Pop" bei der 79-Jährigen Großmutter der Kinder bleiben. Rowe behält im Gegenzug das Besuchsrecht und bekommt zudem eine Abfindung zwischen drei und fünf Millionen Dollar (2,14 bis 3,57 Mio. Euro). Die "New York Post" berichtete, dass Rowe ihre Sorgerechtsklage für vier Millionen Dollar fallen lasse. Der Anwalt von Rowe dementierte gegenüber dem US-Sender CNN den Bericht über eine Einigung.

Fans gedenken dem "King of Pop"
Am Montag haben unterdessen hunderte Fans von Michael Jackson vor der O2-Arena in London des verstorbenen Popstars gedacht, der dort am Abend das erste von insgesamt 50 Comeback-Konzerten geben sollte. Es wurden Kerzen angezündet und Blumen abgelegt und Bilder von Jackson auf einen Schirm projiziert. (apa/red)