Die altbekannte Story vom Zappelphilipp:
Erforschung der Krankheit "Restless Legs"

Neues Risikogen für belastendes Syndrom entdeckt Ziehen in den Waden zwingt zum ständigen Aufstehen

Die altbekannte Story vom Zappelphilipp:
Erforschung der Krankheit "Restless Legs"

Münchner Wissenschaftler haben ein neues Risikogen für das belastende Syndrom der ruhelosen Beine (Restless Legs Syndrom; RLS) entdeckt. Eine Variante der Erbanlage PTPRD verdoppelt demnach die Wahrscheinlichkeit, an der Nervenstörung zu erkranken. Das berichten die Forscher um Juliane Winkelmann vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie.

Insgesamt seien nun vier Gene identifiziert, deren Varianten das Risiko steigern, an unruhigen Beinen zu erkranken, wie die Krankheit im Volksmund heißt. Aufgrund der bekannten Funktionen der Gene könnte es sich bei RLS um eine frühe Entwicklungsstörung des zentralen Nervensystems handeln. So enthalte das neu identifizierte Risikogen PTPRD den Bauplan für ein Protein, das den sogenannten Motorneuronen während der Embryonalentwicklung hilft, ihren richtigen Platz im Organismus zu finden. Motorneuronen sind Nervenzellen, die Muskeln steuern. Sie kontrollieren damit auch die Beinmuskulatur.

Unruhige Beine belasten viele Betroffene erheblich, denn ein unangenehmes Ziehen in den Waden zwingt sie ständig zum Aufstehen. Nur durch Umhergehen können die Schmerzen in den Beinen gemildert werden. Das RLS zählt nach Angaben des Münchner Instituts zu den häufigsten Nervenleiden. Dennoch werde es oft nicht erkannt oder falsch diagnostiziert. (apa/red)