Die Reichen sollen blechen: SPÖ fordert einen Steuer-Aufschlag von fünf Prozent

Kräuter: "Verteilungsgerechtigkeit" ist wichtig Pröll zeigt sich skeptisch, aber gesprächsbereit

Die Reichen sollen blechen: SPÖ fordert einen Steuer-Aufschlag von fünf Prozent © Bild: APA/Neubauer

Die Erhöhung soll rund 150 Mio. Euro an Steuereinnahmen bringen, so Kräuter. Betroffen wären laut Statistik Austria rund 2.600 Personen.
Der SP-Bundesgeschäftsführer verwies darauf, dass es in Österreich laut Zahlen der Statistik Austria alleine 1.514 Personen gibt, die mehr als 500.000 Euro Jahreseinkommen haben. Alleine dies würde 80 Mio. Euro an Steuereinnahmen bringen, würde man hier die Fünf-Prozent-Steuer einführen. "Ich schätze, wenn man es ab 300.000 Euro macht, käme man auf 150 Millionen Euro", meinte Kräuter.

Kräuter: Aus "Gerechtigkeitsüberlegungen"
Dass man damit den Staatshaushalt nicht saniert, ist laut Kräuter klar. Sein Vorschlag sei aber "aus Gerechtigkeits- und Solidaritätsüberlegungen und mit der gesellschaftlichen Balance" argumentiert. 150 Millionen Euro seien aber auch "mehr als symbolisch", betonte Kräuter. Wie seine Idee nun umgesetzt werden kann, sei noch offen. "Das ist einmal von mir ein Vorstoß, der einfach in die Diskussion eingebracht wird". Ängste, dass eine derartige Steuer den Wachstum bremsen könnte, wischt Kräuter vom Tisch: "Die Auswirkungen auf dass österreichischen Konsumverhalten ist vernachlässigbar", Spitzenverdiener würden überdurchschnittlich sparen und meist importierte Güter konsumieren.

Pröll zeigt sich skeptisch
Pröll zeigt sich gegenüber dem Vorschlag, Spitzenverdiener mit einen Steuer-Aufschlag zusätzlich zu belasten, skeptisch aber gesprächsbereit. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Besserverdiener den Staatshaushalt sanieren können", sagte er in der ORF-"ZiB 2". Trotzdem ist Pröll "selbstverständlich bereit, alles zu diskutieren".

(apa/red)

Kommentare

Steuern dort, wo es wirklich Sinn macht! Abgesehen von einer Politikersteuer, frage ich mich wann
z.B. endlich mal eine Radfahrersteuer kommt? Wenn ich oft
in den ersten Bezirk fahre, dann erlebe ich Radfahrer die
nicht nur den Straßenverkehr nutzen, sondern diesen auch
teilweise erheblich missachten.

Da wird bei ROT einfach mal so durchgefahren, oder halt
der Gehsteig umfunktioniert und fast alle über den Haufen
gefahren und obwohl das ja auch Verkehrsteilnehmer
sind gibts keinerlei Abgaben?

Man sollte auf jeden Kaufpreis eines Rad eine Art
"Steuer" einführen, die abgeführt werden muss und
auch bei jedem Service, welches aus Sicherheitsgründen
gemacht werden sollte ebenfalls.

Autofahrer zahlen Vignette, erhöhte Spritpreise und
werden ständig zur Kassa gebeten und andere
Verkehrsteilnehmer nicht? Da ist ne Steuer richtig

Politikersteuer Ich kann es nur immer wieder sagen ... es muss eine
Steuer für Politiker eingeführt werden, da diese über
dem Verhältnis zu deren Leistungen kassieren und die
unsere Steuergelder teilweise nachhaltig in den Sand
setzen und sinnlos verschleudern!

Deren Fehler sollen nun wieder andere bezahlen? So
kann das doch nicht weitergehen! Erst wenn die sehen,
dass es für Misserfolge die sie selbst verursachen auch
in der eigenen Tasche zu Konsequenzen kommt, dann
wird man sich überlegen, ob man die eine oder andere
hirnlose Aktivität umsetzt.

15-20% sollen ALLE Politiker von ALLEN Parteien von
deren Jahresgehältern als eine Art Steuer einzahlen!!
Die werden nicht verhungern und Österreich würde
staunen, was wir plötzlich für Summen zusätzlich hätten!

Lasst die zahlen, die das verursachen! PUNKT!

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Wiedermal die SPÖ die ständig mit Klassenkampft aufhorchen läßt. Kann sein das SPÖ Wähler gerne hören das böse Reiche mehr zahlen sollen. Aber zahlen nicht gerade Gutverdienende schon bisher den Großteil an Steuern, viel mehr als sie an Leistungen konsumieren? Schaffen nicht gerade sie Arbeitsplätze. Wie oft will man hier noch Steuern erhöhen? Statt endlich mal den Staat schlanker zu machen und Transferleistungen nicht mit der Gießkanne verteilen, je nach Wahlen. Immer mehr Menschen verstehen dass die SPÖ Politik ihr Untergang ist, Leistungsfeindlich und nur für den Moment. Die SPÖ findet nicht den Mut ihren Klientel die Wahrheit zu sagen und flüchtet weiter in die alten Ideen. Die Verlierer werden alle sein, keine Pensionen mehr, schlechte Gesundheitsversorgung, für alle bis 50 Jahre

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Re: Wiedermal die SPÖ Da gebe ich dir recht! Ich seh das so ... die SPÖ hat uns
Unsummen für Neuwahlen und andere sinnlose Sachen
gekostet und nun will man davon ablenken und dem
"kleinen Mann" vormachen, dass man nun die bösen
Reichen bezahlen lässt, was die eh nicht durchkriegen!

Man sollte sich mindestens 50% der SPÖ Politiker
besser sparen, weil die enorm viel verdienen und
NICHTS, aber auch rein gar NICHTS leisten!

STEUER für Politiker die nach Erfolgen bemessen
ist und ich wette ... keiner verdient dann mehr als
ein Lehrling, weil sogar die der Wirtschaft mehr
bringen!

Dumm Dümmer SPÖ Wiedermal Klassenkampf, ob nun ein paar Leute in dieser Verdienstklasse 5 % zahlen oder nicht ist für das Staatsdefizit egal. Wer hat dieses Defizit verursacht? Gutverdiende?? oder Politiker die sich ständig Wähler mit Geschenken erkauft haben, und eine ganze Generation die Verantwortung auf den Staat abwälzt gebildet hat. Dass wird sicher nicht weiter finanzierbar sein und der Ruf der SPÖ nach Schuldigen ein Schwachsinn, weil jeder der über seine Verhältnisse lebt an dieser Krise schuld ist, dass kapiert Faymann nicht und präsentiert immer neue Schuldige. Macht nun die SPÖ endlich mal ehrliche Politik und schenkt den Menschen reinen Wein ein oder die Kreisky Schuldenpolitik geht weiter und Griechenland lässt grüßen. Die SPÖ hat kein Konzept für die Zukunft und alle werden Verlierer sein

Besserverdiener - Aussage von Pröll "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Besserverdiener den Staatshaushalt sanieren können"... also, ein Versuch wäre es auf alle Fälle mal wert! Und wenn die Besserverdiener den Haushalt auch nicht alleine sanieren können, eine wesentliche Hilfe wäre das allemal!

Super Herr Kräuter Ich bin zum Erstenmale voll mit Ihnen einer Meinung. Wenn ich von meinem Gehalt ausgehe, dann gehören alle Politiker ohne Unterschied zu den Topverdienern. Also zockt die Politiker und alle die mehr verdienen voll ab!

Der uralte Schlachtruf \"Die Reichen sollen zahlen\" Politik ist sowas von eindimensionalen Denken.

Die rechten ala Guido Westerwelle sagen
"Die Armen bekommen zuviel Geld"

Die Linken sagen
"Die Reichen sollen zahlen"

Das ist völlig eindimensionales Denken, das ist veraltet. Wir brauchen eine Umstellung des Steuersystems auf Ressourcenbesteuerung. Siehe
http://politik.pege.org/2009-steuerreform/

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5% mehr von 300.000 ... wären also 15.000 Euro mehr an Steuern pro Person und Jahr für diese Einkommensgruppe (als Untergrenze gerechnet, da es ja auch einige gibt die mehr als 300.000 verdienen).
Selbst wenn ich jetzt statt der erwähnten "einigen Hundertschaften" optimistischerweise 10.000 Leute annehme (bzw. einfach diese höhere Anzahl ansetze, weil ich vorhin mit exakt 300.000 gerechnet habe) ... dann macht das 150 Mio. Euro an mehr Steuereinnahmen pro Jahr.
Zugegeben, das war jetzt eine vereinfachte Milchmädchenrechnung, aber fallen 150 Mio. Euro bei geplanten 4,1 Milliarden wirklich ins Gewicht?
Also einfach nur ein bisschen Wahlkampfgeplänkel und Klientelpolitik für die "kleinen Arbeitnehmer", damit die SPÖ nicht noch mehr Wahlen verliert.
Blöd nur, dass dann diese 150 Mio. als Konsumausgaben fehlen ...

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Re: 5% mehr von 300.000 ... ... und somit auch nicht in voller Höhe in den Wirtschaftskreislauf fliessen, also auch keine Arbeitsplätze schaffen/sichern können!

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