Die Polizei fährt voll auf den Flitzer ab:
Polizei-Porsche 911 Carrera kommt gut an

Allein der Anblick lässt Raser langsamer werden Einziges Manko: Der Innenraum ist ein bisschen eng

Die Polizei fährt voll auf den Flitzer ab:
Polizei-Porsche 911 Carrera kommt gut an

Bereits über 20.000 Kilometer hat das schnellste Polizeiauto Österreichs - ein Porsche 911 Carrera - seit Beginn des Probebetriebes im Mai auf den Tachometer gebracht. Und er zeigt Wirkung: Viele Autofahrer bremsen gleich ab, wenn sie ihn sehen.

Der 325 PS starke und bis zu 285 km/h schnelle Flitzer wurde der Polizei von der Firma Porsche Austria, Salzburg, bis Ende Oktober 2006 zur Verfügung gestellt. Seit 9. Mai ist der silberfarbene Porsche im Polizei-Design auf den Transitrouten im Einsatz. Die Autobahnpolizei jedes Bundeslandes darf zwei bis drei Wochen mit dem flotten Dienstwagen uber die Autobahn düsen. Allein schon durch die Präsenz des Porsches soll allen rennsportlichen Ambitionen einzelner Verkehrsteilnehmer Einhalt geboten werden.

Und es funktioniert
Abgeschreckt von der Aufmachung des Polizeiautos, fahren die Leute statt den erlaubten 130 km/h nur mehr 110 km/h. Dementsprechend positiv ist auch das Feedback der Autobahnpolizisten. Der Porsche beschleunige enorm - nämlich in fünf Sekunden von null auf Tempo hundert - und lasse den Rasern damit keine Chance.

Die nächsten Stationen
Zufrieden ist auch der Geschäftsführer von Porsche Österreich, Helmut Eggert. "Das Projekt läuft gut, es gab keine Beschwerden. Die Reaktionen seitens der Öffentlichkeit und der Autobahnpolizei sind sehr positiv." Derzeit lauert der Polizei-Porsche den Rasern in Vorarlberg auf. Am 7. August kommt er für drei Wochen nach Salzburg.

Eng aber halt so schnell
Noch steht nicht fest, ob das rund 95.000 Euro teure Coupe nach dem halben Jahr weiterhin im Exekutiv-Dienst bleibt. Bisher musste das Innenministerium nur die Betriebskosten zahlen. Im Herbst wird Bilanz gezogen. Erst danach könne über einen möglichen Ankauf oder ein Leasing nachgedacht werden, hieß es. Einzig der etwas enge Innenraum sorgt noch für Kopfzerbrechen. Für die Ausrüstungsgegenstände der Polizei ist nicht sehr viel Platz. Hier müsse man noch Verbesserungsmöglichkeiten finden.
(apa/red)