Die ÖBB sieht es endlich ein: Kapazität der
"Rollenden Landstraße" wird verdoppelt

Nächstes Jahr sind 400.000 LKW-Plätze vorgesehen Durch niedrige Kosten oftmals Staus bei Verladung

Die ÖBB sieht es endlich ein: Kapazität der
"Rollenden Landstraße" wird verdoppelt

Weil sie günstiger ist als die Straße, platzt die "Rollende Landstraße" (RoLa) für den Transport von Lkw aus allen Nähten. Die ÖBB will daher die Kapazität für den Lastwagen- Huckepackverkehr kommendes Jahr auf 400.000 Lkw-Plätze verdoppeln, berichtete die "ZiB". Damit würde das Niveau vor dem Auslaufen des Transitvertrags Ende 2003 erreicht. Damals brach die Nutzung der RoLa auf 163.000 Lkw ein.

Mittlerweile hat sich das Blatt aber wieder gewendet. Es komme bei der Verladung von Lkw derzeit "zu ganz schönen Staus", heißt es vom Fachverband Güterverkehr bei der Wirtschaftskammer.

Grund für den Boom des Huckepack-Transports sind wohl seine im Vergleich zur Straße niedrigen Kosten. Das vom Staat subventionierte RoLa-Ticket für die Fahrt über den Brenner gibt es laut ÖBB schon für 79 Euro, während auf der Straße für Maut und Treibstoff 94 Euro fällig werden. Das Bahnfahren hat für die Lkw-Fahrer noch zwei weitere Vorteile: Sie können auch in der Nacht unterwegs sein und zugleich Ruhezeiten sammeln. (APA/red)