Die große NEWS Gesundheitsserie - Teil 9 der NEWS-Reihe: Schmerz, lass nach!

Die große NEWS Gesundheitsserie - Teil 9 der NEWS-Reihe: Schmerz, lass nach! © Bild: Hexal.de

Die Schmerzempfindung ist unser fünfter Sinn und lebensnotwendig. Schmerz warnt uns davor, dass etwas mit unserem Körper nicht stimmt.

Schmerzfühler, unsere "bellenden Wachhunde"
In Organen, Gelenken, Knochen und in der Haut sind Schmerzfühler, die auf Chemie-, Gift-, Wärme- oder Kältereize reagieren. Als "bellende Wachhunde" weisen sie uns frühzeitig auf plötzliche Erkrankungen und Verletzungen hin. Sie signalisieren uns zum Beispiel damit, dass wir zum Arzt gehen müssen. Über Nervenbahnen schlagen die Schmerzfühler Alarm. Der Schmerz wird ähnlich wie bei Stromkabeln über elektrische Signale, so genannte Aktionspotenziale, rasend schnell ans Gehirn weitergeleitet.

Achtung! Gefahr!
Bereits im Rückenmark sind diese Alarmglocken mit unseren Muskeln kurz geschaltet. So löst zum Beispiel das Berühren einer heißen Herdplatte innerhalb von tausendstel Sekunden wichtige Schutzreflexe aus, auch ohne dass unser Gehirn langatmig eingeschaltet wird: Wir ziehen die Hand aus der Gefahrenzone zurück, noch bevor wir den Schmerz bewusst spüren.

Au! Auf dem Weg ins Bewusstsein
Rückenmark und Gehirn werden zusammen auch als zentrales Nervensystem bezeichnet. Beim Sprung von einer Nervenbahn zur nächsten kommt es an den Schaltstellen, den so genannten Synapsen, zur Freisetzung chemischer Botenstoffe. Erreichen die Signale schließlich das Gehirn - genauer gesagt den Thalamus und die Hirnrinde - werden die Schmerzen bewusst wahrgenommen und bewertet. Jetzt erst tut Schmerz weh!

Die Schmerzzentren im Gehirn stehen in engem Kontakt mit den Gefühlszentren, sodass lang dauernde Schmerzen oft auch zu Gefühlsveränderungen wie Ängsten und Depressionen führen.

Wie Schmerz definiert wird
Nach der international von allen Schmerzforschern akzeptierten Definition der Internationalen Fachgesellschaft zum Studium des Schmerzes (IASP) ist "Schmerz ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potenzieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird."

Vom Warnsignal zur Dauerfolter
Wie werden aus akuten Schmerzen ständig andauernde Schmerzen?
Dauern Schmerzen länger an, dann kommt es auf allen Ebenen der Schmerzverarbeitung zu nachhaltigen, komplexen Veränderungen. Schmerzfühler sind ständig aktiv und reagieren daher übersensibel; sie "entladen" zahlreiche Aktionspotenziale. Allein schon das Berühren der Haut oder ein Windhauch können dann Schmerzattacken provozieren. Im schlimmsten Fall werden Schmerzreize ohne jeden Auslöser gemeldet: Die Nerven "feuern" ständig - der Betroffene hat Dauerschmerzen.

Das Gehirn passt sich an
Auch im Rückenmark und Gehirn reagieren die Zentren der Schmerzverarbeitung überempfindlich. Sie passen sich schnell dem ständigen Schmerz an. Auch hier lösen nun vergleichsweise geringe Schmerzreize stärkste Empfindungen aus. Schmerzforscher bezeichnen diese Umbauprozesse als "Neuroplastizität" des Zentralen Nervensystems. Das Gehirn lernt Schmerzen schneller zu empfinden und passt sich den Erfordernissen an. Durch lange Schmerzerfahrungen werden betroffene Regionen im Gehirn übergroß dargestellt.

Aufgrund solcher Veränderungen bleiben Schmerzen mitunter auch dann bestehen, wenn der eigentliche Auslöser beseitigt wird. Hatten Schmerzen zum Beispiel vor der Amputation eines verletzten Beins bereits zu Veränderungen in Rückenmark oder Gehirn geführt, leiden Betroffene oft noch nach Jahrzehnten an quälenden Schmerzen in der amputierten Region. Geringste Reize am Stumpf und den abgetrennten Nervenbahnen unterhalten den Schmerz dauerhaft.

Hinter diesen chronischen Schmerzen, die sich zu einer eigenständigen Krankheit entwickelt haben, müssen somit nicht zwangsläufig mehr Auslöser stehen. Dies erklärt auch, wieso die Definition des Schmerzes der Internationalen Fachgesellschaft zum Studium des Schmerzen sehr weit gefasst ist.

Warum frühzeitige Behandlung so wichtig ist
Das zentrale Nervensystem passt sich sehr schnell an ständige Schmerzreize an. So sind manche Veränderungen in der Nervenbahn schon innerhalb einer Woche nachweisbar. Daher ist es ungemein wichtig, jeden Schmerz so schnell wie möglich zu behandeln. Nur wenn die Ursachen rasch beseitigt werden oder die Schmerzen mit geeigneten Medikamenten gelindert werden, kann das Aufschaukeln des schmerzverarbeitenden Systems verhindert werden.

Sobald Schmerzen ihre Warnfunktion erfüllt haben, ist eine möglichst vollständige Schmerzlinderung angesagt. Nur so kann eine langwierige eigenständige Schmerzkrankheit im Keim erstickt werden.

Die Chancen schmerzfrei zu sein, sind heute so gut wie noch nie.
Kein Schmerzkranker muss heutzutage noch unter Schmerzen leiden. Denn dem Arzt stehen eine Reihe wirkungsvoller Medikamenten und anderer Verfahren für die Behandlung von Schmerzen zur Verfügung.

Stufenschema der Schmerztherapie
Grundsätzlich sollte sich die Behandlung nach der Stärke der Schmerzen richten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dazu ein gut bewährtes, so genanntes "Stufenschema" entwickelt. Es besagt, dass sich die Behandlung nach der Stärke der Schmerzen richten soll, wobei die Schmerzen in drei Schweregrade unterteilt werden. Nach Erkenntnissen der modernen Schmerzforschung ist eine Behandlung nach diesem Schema nicht nur für starke Krebsschmerzen, sondern auch für jeden anderen starken chronischen Schmerz sinnvoll.

Das richtige Mittel für jeden Schmerz
* Bei leichten bis mäßigen Schmerzen (Stufe 1) werden vor allem Medikamente eingesetzt, die dort wirken, wo Schmerzen entstehen, zum Beispiel am Ort einer Verletzung oder Entzündung. Diese schwachen Schmerzmittel werden auch als "Nicht-Opioidanalgetika" oder "Antirheumatika" bezeichnet.

* Bei mittelschweren und stärkeren Schmerzen(Stufe 2) verordnet der Arzt zusätzlich starke Schmerzmittel, die vornehmlich die Schmerzverarbeitung in Gehirn und Rückenmark beeinflussen. Diese Medikamente leiten sich von natürlichen Inhaltsstoffen des Opiums ab und werden daher "Opioide" genannt.

* Bei stärksten Schmerzen (Stufe 3) werden noch wirksamere, sehr starke Schmerzmittel gegeben, die ebenfalls zu den "Opioiden" zählen.

Eine aktuelle, repräsentative Studie der GfK Austria verdeutlicht die Lebensqualitätseinschränkung die sich durch Schmerzen ergeben. Herr und Frau Österreicher leiden pro Jahr an 115 von 365 Tagen unter Schmerzen. Wenig überraschend treten am häufigsten leichte Kopfschmerzen auf: Darunter leiden 3 Viertel der österreichischen Bevölkerung zumindest einmal jährlich. Stärkere Schmerzen treten aber beinahe genauso häufig auf, leiden doch 69% zumindest einmal jährlich unter Rückenschmerzen (dem Schmerztyp mit der längsten Dauer, nämlich durchschnittlich 17 Tage pro Jahr) und weitere 45% unter stärkeren Kopfschmerzen.

Mehrere verschiedene Schmerzmittel zählen zur Grundausstattung in der Hausapotheke. Durchschnittlich 2 bis 3 verschiedene Schmerzmittel befinden sich in österreichischen Hausapotheken. Nur 13% der Österreicher haben kein Schmerzmittel für Akutbeschwerden verfügbar. Die beiden am öftesten verwendeten Marken sind Aspirin+C-Brausetablette und Parkemed. Aspirin+C-Brausetablette kennen 9 von 10 ÖsterreicherInnen, aber auch eine andere Marke der Aspirin-Familie, nämlich Aspirin Akut ist 64% der Bevölkerung ein Begriff.

Aspirin+C-Brausetabletten und Parkemed haben besonders treue Verwendergruppen. Jeweils 2 Drittel aller Kenner von Aspirin+C- Brausetabletten und Parkemed haben es schon gegen Schmerzen ausprobiert. Aspirin+C-Brausetablette, weil es als Brausetablette verfügbar ist und eine besonders gute Verträglichkeit hat. Parkemed wird besonders gerne von Ärzten empfohlen.

Schmerzmittel werden individuell je nach Schmerztyp verwendet
Die Österreicherinnen und Österreicher haben gelernt ihre unterschiedlichen Schmerzen mit verschiedenen Marken zu behandeln. Während bei leichten Schmerzen und Schmerzen im Zusammenhang mit einer Grippe eindeutig Aspirin+C das meistgewählte Präparat ist, greift man bei Zahnschmerzen besonders gerne zu Parkemed, während bei Rücken- und Gelenkssschmerzen Voltaren das Mittel der Wahl ist.

Noch Fragen? Schreiben Sie doch dem Online-Doc, Dr. Siegfried Meryn.

Die ganze Story mit Schmerztest finden Sie im aktuellen NEWS.

Quelle: Redaktion/ schmerz-tipps.de, gfk.at