Die Millionenschäden tauchen jetzt erst auf:
Aufräumarbeiten nach Starkregen in NÖ

Dutzende Häuser und Keller weiterhin unter Wasser LH Pröll: So rasch wie möglich Geld an Betroffene

Durch starke Regenfälle ausgelöste Überflutungen haben am Samstag im Wald- und Weinviertel Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Die Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten dauerten am Sonntag an. Die Situation hatte sich nach dem Abklingen der Niederschläge inzwischen entspannt. Dennoch standen Dutzende Häuser und Keller weiterhin unter Wasser.

Zu den an der Pulkau betroffenen Orten zählte der Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos auch Obritz. Dort hatten die Feuerwehren am Sonntag unter anderem drei Großpumpen im Einsatz. In Zellerndorf, wo sogar Katastrophenalarm ausgelöst worden war, und Hadres dauerten die Aufräumarbeiten ebenfalls an. In den beiden Gemeinden im Bezirk Hollabrunn waren insgesamt fast 200 Objekte überflutet worden. In Mold (Bezirk Horn), das in diesem Jahr bereits die dritte Überschwemmung erlebt hatte, waren die Arbeiten bereits weitgehend abgeschlossen, so der Sprecher.

In den betroffenen Gebieten standen weiterhin etwa 300 Kräfte der Feuerwehren im Einsatz, am Samstag waren es mehr als 2.000. Trotz rückläufiger Pegel blieben auch Dammwachen vorerst noch aufrecht, etwa am Unterlauf des Kamp.

LH Pröll: So rasch wie möglich Geld an Betroffene
Der Landespressedienst berichtete, dass die durch die Überflutungen entstandenen Schäden ersten Schätzungen zufolge in die Millionen Euro gehen würden. Landeshauptmann Erwin Pröll bezeichnete es als besonders wichtig, den Betroffenen so rasch wie möglich Geld zur Verfügung zu stellen. Er hatte sich am Sonntagvormittag selbst ein Bild von der Situation gemacht - ausgehend von Zellerndorf, wo mitten im Ortsgebiet etwa 100 Häuser unter Wasser standen, auch in Pulkau (Bezirk Hollabrunn) und Mold. Er habe die Bürgermeister gebeten, dass die Schadenskommissionen rasch ihre Arbeit aufnehmen, sagte Pröll.
(apa/red)