"Die große Koalition hat ausgedient'':
Hannes Missethon im Interview mit NEWS

Regierung mit SPÖ nur mehr allerletzte Alternative Fast 40 Prozent der Wähler sind noch unentschlossen

"Die große Koalition hat ausgedient'':
Hannes Missethon im Interview mit NEWS

NEWS: Nach den Wahlen dürfte es zur äußerst komplizierten Regierungsbildung kommen.
Missethon: Derzeitige Umfragedaten sind mit Vorsicht zu genießen, weil derzeit fast 40 Prozent der Wähler unentschlossen sind. Für uns ist nur wichtig, dass wir Nummer 1 werden, wieder den Kanzler stellen, dass wir ein klares Wahlergebnis zusammenbringen, über 30 Prozent. 35 wären gut.

NEWS: Nummer 1 zu werden und den Kanzler zu stellen ist seit 1999 und Schüssel keine Vollautomatik mehr. Keine Angst, dass die ÖVP überholt wird, etwa von Rot-Blau?
Missethon: Eine interessante Variante, die offiziell dementiert, inoffiziell aber offensichtlich schon verhandelt wird. Ex-FPÖ-Vize Klement deutete ja an, dass es Gespräche zwischen FP-Chef Strache und SP-Klubchef Cap gibt, trotz gegenteiliger Versicherungen von Neo-SP-Chef Faymann. Damit liegt das nächste SPÖ-Lügenpaket auf dem Tisch.

NEWS: Deshalb ÖVP-Nervosität?
Missethon: Wir gehen mit vielen frischen Ideen in den Wahlkampf, haben die Themen, die die Österreicher bewegen. Familienbeihilfe, Gratiskindergarten. Neue Pflegefinanzierung. Wir verbinden wirtschaftliche Stärke mit sozialer Kraft. Das kann sonst niemand im Land.

NEWS: Ihr Wirtschaftsminister Martin Bartenstein kündigt offen neue Koalitionen an. Schwarz-Grün etwa.
Missethon: Es gehört Bewegung in die Koalitionsvarianten, ja, wir werden nach der Wahl eine spannende Regierungsbildungsphase haben.

NEWS: Wer ist Ihnen der liebste Partner: Grün oder Blau?
Missethon: Da bin ich relativ offen. Die FPÖ schließt sich dann aus, wenn sie bei ihrer Anti-EU-Haltung bleibt. Nur eine Variante ist für mich die allerletzte Alternative - eine erneute große Koalition. Die hat durch die Krise der SPÖ zumindest für die nächste Legislaturperiode als jene Regierungsform ausgedient, von der man meinte, die könne wirklich große Probleme lösen.

Das ganze Interview lesen Sie im NEWS 32/08!