Die blutige Karriere eines Top-Terroristen: Zarqawi für hunderte Tote verantwortlich

Dutzende Bombenanschläge und Enthauptungen

Der Jordanier Abu Mussab al-Zarqawi hat sich zu Geiselnahmen, Attentaten und Anschlägen mit hunderten Todesopfern im Irak bekannt oder wurde dafür verantwortlich gemacht. Dazu gehörten:

28. Oktober 2002: In der jordanischen Hauptstadt Amman wird der 60-jährige US-Diplomat Laurence Foley vor seinem Haus aus nächster Nähe erschossen.

19. August 2003: Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lastwagens vor der Vertretung der Vereinten Nationen in Bagdad werden 23 Menschen getötet, unter ihnen der UNO-Gesandte Sergio Vieira de Mello.

2. März 2004: Bei einer Serie zeitgleicher Anschläge auf heilige Stätten der Schiiten werden in Bagdad und Kerbela mindestens 143 Menschen getötet.

11. Mai 2004: Der entführte amerikanische Geschäftsmann Nicholas Berg wird vor laufender Videokamera mutmaßlich von Zarqawi geköpft.

17. Mai 2004: Bei einem Selbstmordanschlag vor dem US-Hauptquartier in Bagdad wird der Vorsitzende des irakischen Regierungsrats, Abdel Sahraa Othman, getötet.

14. Juni 2004: In Bagdad kommen bei der Explosion einer Autobombe drei Angestellte von General Electric und zwei Sicherheitsleute ums Leben.

22. Juni 2004: Fünf Tage nach seiner Entführung wird der 33-jährige Koreaner Kim Sun Il in Irak von Extremisten Zarqawis enthauptet.

29. Juni 2004: Die Gruppe Tawhid und Jihad Zarqawis entführt zwei bulgarische Lastwagenfahrer.

2. August 2004: Der entführte Türke Murat Yuce, Mitarbeiter des türkischen Unternehmens Bilintur, wird von Zarqawis Leuten erschossen.

13. September 2004: Im Internet wird im Namen von Tauhid und Dschihad ein Video von der Enthauptung des türkischen Lastwagenfahrers Durmus Kündereli veröffentlicht.

14. September 2004: Vor einer Polizeiwache in Bagdad detoniert eine Autobombe. Mindestens 47 Menschen werden getötet.

16. September 2004: Die Amerikaner Jack Hensley und Eugene Armstrong sowie der Brite Kenneth Bigley werden in Bagdad entführt. Alle drei werden von der Gruppe Tawhid und Jihad enthauptet.

30. September 2004: Mit einer Serie von Bombenanschlägen richtet die Extremistengruppe Zarqawis in Bagdad ein Blutbad an. Mindestens 42 Menschen kommen ums Leben, darunter 35 Kinder.

30. Oktober 2004: Der im Irak entführte 24-jährige Japaner Shosei Koda wird enthauptet und in einer US-Flagge eingewickelt in Bagdad aufgefunden. Koda war von der Terrorgruppe Zarqawis verschleppt worden.

19. Dezember 2004: Bei Autobombenanschlägen auf eine Trauerprozession in der Nähe des Imam-Ali-Schreins in Najaf sowie in Kerbala vor dem Eingang zum Busbahnhof werden 60 Menschen getötet.

28. Februar 2005: Bei einem Autobombenanschlag in der südirakischen Stadt Hilla kommen 125 Menschen ums Leben.

19. August 2005: Eine irakische Terrorgruppe beschießt zwei US-Kriegsschiffe in der jordanischen Hafenstadt Akaba mit Katjuscha-Raketen. Die Geschosse verfehlten ihr Ziel, töteten im Hafen aber einen jordanischen Soldaten. Eine dritte Rakete schlug im israelischen Eilat am Roten Meer nahe der Grenze ein und verletzte einen Taxifahrer leicht.

9. November 2005: Bei fast zeitgleichen Selbstmordanschlägen auf drei internationale Hotels in der jordanischen Hauptstadt Amman kommen mindestens 60 Menschen ums Leben.

(APA/red)