Die Jörg-Medaille

Kurt Kuch über würdige Haider-Preisträger PLUS: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

Gerald Grosz, Chef des steirischen BZÖ, verleiht seit kurzem die „Jörg- Haider-Medaille“, die die Aufschrift „für Verdienste um die politische Erneuerung“ trägt. Für diese „Würdigung im Geiste Jörg Haiders“ drängen sich zahlreiche Preisträger auf.

Ein paar Vorschläge: Walter Meischberger – für die praktische Umsetzung von Haiders Flat-Tax-Ideen. Oder Karl-Heinz Grasser, der mit „weniger Staat – mehr privat“ indirekt den Reichtum von Meischberger förderte. Eine Haider-Auszeichnung haben sich auch die Exmanager der Hypo Alpe Adria verdient, die Haider mit 20 Milliarden Euro Landeshaftungen ausstattete: Wolfgang Kulterer und Tilo Berlin steht die Haider-Medaille zweifelsfrei zu. Und auch wenn sich Uwe Scheuch vom BZÖ ab- und H.-C. Strache zugewandt hat: Bei seinen originellen Einbürgerungsvorschlägen für russische Investoren kann es eigentlich nur „part of the game“ sein, auch seine Ideen mit der Haider-Medaille zu prämieren.

Überhaupt: Grosz’ Haider-Projekt sollte überparteilich aufgestellt sein. Dann bekäme auch der Kärntner VPChef Josef Martinz seine Auszeichnung. Ihm ist es gelungen, seinem privaten Steuerberater im Zusammenwirken mit Haider sechs Millionen Euro zukommen zu lassen. Das schreit förmlich nach einer Haider-Medaille.

Kommentare

Leserkommentare Könnte die Redaktion bitte dafür sorgen, dass bei Wechsel der Titelgeschichte auch die jeweiligen Leserkommentare entfernt werden, sodass hier nicht ein Kauderwelsch an Beiträgen entsteht. Mein u.a. Kommentar gehört jedenfalls nicht zur Medaillen-Story.

Politische Korruption Blender und Geblendete. War das nicht schon immer so ? Aber der Österreicher lernt nicht aus Fehlern der Vergangenheit. Und das machen sich solche Leute tagtäglich zunutze (egal welcher politischen Gesinnung). Das Problem dabei ist, dass über kurz oder lang damit auch alle Kontrollfunktionen ausgeschaltet werden, sodass ungehindert die Mafiastrukturen wachsen können. Wenn die Justizministerin nicht jetzt die Notbremse zieht, dann wird es ohnehin zu spät sein noch das Ruder herumzureissen. Und Österreich wird zum Mafiareich.

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Solange sich die Justizministerin persönlich ungeniert in aller Öffentlichkeit mit dem Anwalt des Herrn Grasser trifft, wird sich in diesem Land nicht so schnell was ändern. Typen wie Grasser bis Scheuch sind eigentlich (solche gibt es viele) nicht das Problem, sondern die Justiz, die diese Typen offensichtlich ganz bewusst seit Jahren in Ruhe lässt........UND DAS IST DER EIGENTLICHE SKANDAL!!!!

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Re: Solange sich die Justizministerin ..... Als "Saubermännerpartei" hat sich die FPÖ/BZÖ/FPK immer ausgegeben; eine dreiste Vernebelung des stinkenden Sumpfes, indem ihre Leute waten.

Denn Haider hätte man, anstatt... ... eine Brücke nach ihm zu benennen oder eine Medaille nach ihm zu benennen, im Lichter der jetzt aufgetauchten Erkenntnisse gleich an der Unfallstelle begraben sollen!

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