Die Hochburgen der Parteien im Jahr 2003: Mit welchen Regionen sie rechnen können

Die ÖVP holte in der Gemeinde Lichtenegg 92 Prozent Bestes Ergebnis für die SPÖ in Golling an der Erlauf

Die Hochburgen der Parteien im Jahr 2003: Mit welchen Regionen sie rechnen können © Bild: APA/Schlager

Die Parteien können sich auf bestimmte regionale Verankerungen verlassen. Die Landtagswahlen in Niederösterreich von 2003 haben die verschiedenen Hochburgen der Parteien ausgewiesen. Auch heuer rechnen ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grüne in bestimmten Gemeinden und Bezirken mit verstärktem Rückhalt. Ein Überblick über die jeweils stärksten und schwächsten Regionen für die Parteien.

Lichtenegg (Bezirk Wiener Neustadt) ist bei der NÖ Landtagswahl 2003 die "Hochburg" der ÖVP gewesen. 92,02 Prozent der Stimmen entfielen vor fünf Jahren in der Gemeinde im südlichen Niederösterreich auf die Volkspartei. In Japons (Horn) waren es 88,10, in Ertl (Amstetten) 86,96, in Röhrenbach (Horn) 86,87 und in Reinsberg (Scheibbs) 85,71 Prozent. Die 8 stand bei der ÖVP außerdem noch in 15 weiteren Gemeinden vorne.

Hochburgen der SPÖ
Die SPÖ erzielte 2003 einmal mehr ihr bestes Ergebnis in Golling a.d. Erlauf (Bezirk Melk) mit 75,56 Prozent, gefolgt von Hirtenberg (Baden) mit 72,40 und Brand-Nagelberg (Gmünd) mit 70,54. In 19 weiteren Gemeinden waren es mehr als 60 Prozent.

Traditionell im Wiener Umland lagen auch vor fünf Jahren die "Hochburgen" der Grünen: Purkersdorf (Wien-Umgebung) stand mit 19,47 Prozent an der Spitze, knapp gefolgt von Laab im Walde (Mödling) mit 19,24 und Mauerbach (Wien-Umgebung) mit 19,23 Prozent, gleich dahinter die Bezirksstadt Mödling (18,15 Prozent).

Absturz FPÖ
Die vor fünf Jahren "abgestürzten" Freiheitlichen durften sich in Bad Deutsch Altenburg (Bruck a.d. Leitha) mit 17,47 Prozent über das beste Ergebnis freuen. Auf den Plätzen: St. Corona am Wechsel (Neunkirchen) mit 15,73 und Sallingberg (Zwettl) mit 14,76. Zweistellig war die FPÖ nur in insgesamt zwölf der 573 Gemeinden Niederösterreichs.

Rote Hochburgen führten bei der ÖVP die Liste mit den geringsten Prozentanteilen an: Golling (15,56 Prozent) und Hirtenberg (20,50), gefolgt von Traisen (Lilienfeld) mit 21,46 Prozent. Die SPÖ hatte in St. Corona am Wechsel mit lediglich 2,62 Prozent den geringsten Zuspruch. In Aderklaa (Gänserndorf) stimmten 3,48 Prozent, in Lichtenegg 4,13 Prozent für die in insgesamt zwölf Gemeinden einstellig gebliebenen Sozialdemokraten.

Für die Grünen gab es vor fünf Jahren in Schwarzenbach (Wiener Neustadt) mit 0,25, Schrattenberg (Mistelbach) mit 0,51, Puchenstuben (Scheibbs) mit 0,82 und Altlichtenwarth (Mistelbach) mit 0,98 jeweils weniger als ein Prozent zu holen. In ebenfalls vier Gemeinden blieben die Freiheitlichen unter dieser Marke: Puchenstuben 0,41 (eine Stimme), Bärnkopf (Zwettl) 0,73, Raach am Hochgebirge (Neunkirchen) 0,81 und Bürg-Vöstenhof (Neunkirchen) 0,84 Prozent (ebenfalls eine Stimme).

(apa/red)