DIE HELDEN VON MORGEN

Tino Teller über ein geplantes Fußballwunder

DIE HELDEN VON MORGEN © Bild: NEWS/ Ricardo Hergott

Nerven wie Drahtseile muss der erst 17-jährige Marco Djuricin haben. Der gebürtige Wiener mit den Wurzeln in Serbien verwandelte bei der U19-Europameisterschaft in Frankreich in der 87. Minute den alles entscheidenden Elfer zum Sieg über die Junioren von Vizeweltmeister Niederlande. Jetzt fährt das Team von Trainer Andreas Heraf im Sommer 2011 zur U20-Weltmeisterschaft nach Kolumbien. Fußballgroßmächte wie Deutschland oder Italien konnten sich im Unterschied zu unseren „jungen Wilden“ nicht qualifizieren – ein Fußballwunder. Oder doch nicht? Schon vor drei Jahren hatten Österreichs Junioren bei der WM-Endrunde in Kanada mit Platz vier für internationales Aufsehen gesorgt. Also ist der Erfolg in Frankreich keine „Eintagsfliege“. Es gibt bei uns offensichtlich genug Fußballtalente, die den Vergleich mit ihren Jahrgangskollegen in anderen Ländern nicht scheuen müssen. Dass die rot-weiß-roten Jungkicker nicht nur durch Kampfkraft und Siegeswillen überzeugt haben, sondern durch die Bank mit ihren spielerischen und technischen Fähigkeiten, ist aber neu. Und nicht zuletzt ein Ergebnis der professionellen Nachwuchsarbeit in den Akademien und im ÖFB in den letzten Jahren. Auch das soll einmal gesagt werden.