Die Gefahren der Hitze. Extreme Hitze kann für unsere Vierbeiner schlimme Folgen haben

Hitzefalle Nummer 1: die Tabuzone Auto Wichtige Tipps zur Abkühlung an heißen Tagen

Die Gefahren der Hitze. Extreme Hitze kann für unsere Vierbeiner schlimme Folgen haben

Endlich ist der Sommer da. Mit der schönsten Zeit des Jahres strömen alle nach draußen. Jeder möchte die lang ersehnten Sonnenstrahlen genießen und sich in der Hitze „suhlen“. Ein Vergnügen, das unsere Vierbeiner nicht mit uns teilen. Vor allem kurznasige Hunde reagieren sehr empfindlich auf hohe Temperaturen. „Hunde schwitzen nur minimal über ihre Pfoten und gleichen ihre Körpertemperatur vor allem über das Hecheln aus. Schaffen es die Tiere nun nicht, ihre Körpertemperatur auf diese Weise zu regulieren, kommt es zur Überhitzung und zum Hitzeschlag (Anm.: Überhitzung des Gehirns)“, erklärt Tierärztin Elisabeth Zulehner von der Tierklinik Döbling (www.tierklinik-doebling.at). Damit auch unsere Vierbeiner gut durch den Sommer kommen, sollte man also einige wichtige Maßnahmen beherzigen:

Niemals im Auto lassen
Autos sind ind die Hitzefalle Nummer 1 und daher absolute Tabuzone im Sommer. Bei Außentemperaturen von 30 Grad erhitzt sich das Wageninnere nach kürzester Zeit auf Schwindel erregende Temperaturen bis 100 Grad. Da hilft es auch nicht, das Fenster einen Spalt weit offen zu lassen oder eine Wasserschüssel bereitzustellen. Auch im Schatten geparkte Autos heizen sich ex­trem auf und können Hunden zum fatalen Verhängnis werden. Zu bedenken ist außerdem, dass die Sonne wandert.

Weniger Aktivität  
Als verantwortungsbewusster Hundehalter sollte man es auch vermeiden, mit dem Vierbeiner zu den heißesten Zeiten des Tages Gassi zu gehen. Gewohnte Spaziergänge sollten daher auf frühmorgens oder spätabends verlegt werden – dann, wenn es kühler ist. Wer seinen Hund sonst zum Sporteln mitnimmt, sollte während der heißen Periode besser auf dessen Gesellschaft verzichten oder dem Vierbeiner zuliebe auf einen Spaziergang am kühlen Wasser ausweichen.

Viel Abkühlung
Hunde sollten allzeit (ob zuhause oder unterwegs) Zugang zu frischem, kühlem Trinkwasser haben. Darüber hinaus sollte man ­darauf achten, dass sie immer ein schattiges und kühles Plätzchen zum Ausruhen haben. Viele Hunde genießen eine nasse Abkühlung. Wer keinen See oder Bach vor der Tür hat, kann sich mit einem Kinderplantschbecken behelfen. Man sollte seinen Hund aber niemals dazu zwingen, hin­einzugehen, das würde ihn bloß verängstigen. Vierbeiner mit dichtem Fell werden ihrem Herrchen oder Frauchen für einen sommerlichen Fellschnitt sehr dankbar sein.

Ernstfall erkennen
Folgende Faktoren weisen auf den Ernstfall einer Überhitzung hin: übermäßiges Hecheln, apathisches Verhalten, Schockzustand, Erbrechen, Durchfall und Erschöpfung.

Erste-Hilfe-Maßnahmen im Notfall
■ Schatten.  Der Hund muss sofort vorsichtig aus der Sonne an einen kühlen und schattigen Platz gebracht werden.
■ Kühlen.  Kopf, Nacken und Halsbereich müssen mit kühlen, feuchten, auf keinen Fall aber kalten Tüchern abgekühlt werden.
■ Rescue-Tropfen.  Die schnelle Hilfe in Notfällen. Die Bachblüten helfen den Tieren über den ersten Schock hinweg.
■ Massage.  Sanfte Massagen können helfen, den Kreislauf in Schwung zu bringen. 
■ Tierarzt.  Dieser sollte umgehend für nötige Infusionen aufgesucht werden.
■ Ruhe.  Nach einer Überhitzung braucht das Tier erst einmal ein paar Tage Ruhe.

Isabel Finsterwalder

Bei Fragen schicken Sie ein Mail an Tierweltexpertin Isabel Finsterwalder unter tierwelt@news.at