Die Eidgenossen sind deutlich vor dem ÖFB:
Schweiz in der FIFA-Rangliste 43 Plätze vorn

"Nati" sukzessive nach oben, ÖFB auf totaler Talfahrt Österreicher nach acht Partien immer noch ohne Sieg

Die Eidgenossen sind deutlich vor dem ÖFB:
Schweiz in der FIFA-Rangliste 43 Plätze vorn

Im alpinen Ski-Sport hat Österreich gegenüber der Schweiz seit Jahren die Nase vorn, im Fußball allerdings haben die Eidgenossen dem ÖFB schon längst den Rang abgelaufen. Der Aufstieg des Schweizer Kicks beziehungsweise der Niedergang des österreichischen Nationalteams manifestiert sich deutlich in der FIFA-Weltrangliste, die Österreichs EURO-Partner derzeit auf Rang 42 führt, während die heimische Auswahl auf Platz 85 aufscheint.

Noch extremer war der Unterschied vor dem 2:1-Sieg der Hickersberger-Truppe vor einem Jahr in Innsbruck, als die Schweiz an der 14. Stelle und Österreich auf Rang 70 aufschien - es war dies der größte Rückstand der ÖFB-Kicker auf die Eidgenossen seit Beginn der FIFA-Ranglisten-Aufzeichnungen im August 1993.

Noch im Dezember 1998 betrug der Vorsprung der damals von der WM-Teilnahme beflügelten Österreicher als 22. gegenüber den Schweizern, die zu dieser Zeit als 83. ihre schlechteste Platzierung überhaupt innehatten, gleich 61 Positionen.

Schön langsam aber begann sich das Blatt zu wenden. Zwar etablierte sich der ÖFB 1999 unter den Top 20 und erreichte im Mai dieses Jahres als 17. sein Rekordhoch, doch gleichzeitig erfingen sich die Eidgenossen und arbeiteten sich wieder unter die 50 besten Nationen vor. Der Abstand wurde immer geringer, bis die Schweizer im September 2002 als 55. die Österreicher um einen Platz distanzierten und damit erstmals seit Oktober 1996 wieder vor ihrem östlichen Nachbarn lagen.

Die Führung wurde - begünstigt durch die Schweizer Teilnahme an der EURO 2004 und der WM 2006 - kontinuierlich ausgebaut, während die ÖFB-Auswahl immer mehr an Terrain verlor und im September 2004 als 90. den historischen Tiefstand erreichte. Danach ging es kurzfristig wieder leicht bergauf, auch weil von Mai bis Juli 2006 durch eine Neuberechnung der Weltranglisten sogar der vorläufige Sprung von der 70. an die 57. Stelle gelang.

In ganz anderen Sphären bewegten sich vor einem Jahr noch die Schweizer, die damals sogar von jener Position träumen durften, auf der sie im August 1993, als die Ranglisten-Erstellung noch nicht ausgereift war, aufschienen: Damals waren die Eidgenossen die Nummer 3 der Welt.

Davon ist die "Nati" derzeit zwar meilenweit entfernt, auf die absolute Weltspitze fehlt aber dennoch nicht viel, wie einige Resultate der vergangenen Monate beweisen. So wurde gegen die Niederlande im August ein 2:1-Sieg errungen und gegen die Argentinier im Juni ein 1:1 erreicht, demgegenüber stehen aber auch Niederlagen gegen Deutschland, Kolumbien und zuletzt gegen Japan.

Im Jahr 2007 halten die Schweizer bei drei Siegen, einem Remis und drei Niederlagen (Torverhältnis 12:13). Die Österreicher warten hingegen nach acht Partien (fünf Remis, drei Niederlagen, Torverhältnis 3:7) noch immer auf den ersten vollen Erfolg. (apa/red)