Die grosse Chance von

Wurst nützt Chance

Die bärtige Travestie-Sängerin Conchita Wurst überzeugt das Saalpublikum

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    Dank der Stimmen des Saalpublikums schaffte es Sängerin Conchita Wurst ins Halbfinale. Erinnern Sie sich noch? Das ist Tom aus Starmania!

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    Die Nihils sicherten sich mit einem eigenen Song die Stimmen der Jury und schafften es somit ins Halbfinale.

Gesangstalente, ein stimmgewaltiger unrasierter Travestiekünstler und ein Akrobat im Rad – weitere vier Plätze für das Halbfinale von "Die große Chance" wurden bei der dritten von sechs Castingshows im ORF vergeben. Drei bestimmten die Juroren Zabine, Karina Sarkissova, Sido und Bernhard Paul. Den vierten Starter für die Live-Shows wählte das Saalpublikum, das sich für Travestiekünstler Conchita Wurst entschied. Und dann gab es da natürlich noch den Aufreger mit Michael Jeannee.

Der "Krone"-Kolumnist Michael Jeannee war zur Unterstützung von Heurigenwirt Martin Zimmermann mit aufgetreten. Jeannees Part bestand darin, seinen Freund und Motoren-Imitator einzuführen. "Kann er das nicht selber?", fragte Sido. Und nach einem kurzen verbalen Geplänkel legte der Rapper in Richtung Jeannee nach: "Du willst dich doch nur großmachen hier, verschwinde einmal von der Bühne!" Der sonst nicht gerade mundfaule Jeannee verließ eiskalt abserviert die Bühne.

Unterstützung für den "Krone"-Journalisten gab es dafür vom Zirkus-Macher Bernhard Paul. "Ich muss jetzt einmal mit Sido schimpfen", so Paul. "Du kennst die Wiener Verhältnisse nicht. Der Kollege ist eigentlich Journalist, der dich ab morgen fertig machen könnte." Von Juror Paul und Jurorin Zabine gab es in der Folge denn auch ein Plus für die beim Publikum durchgefallene Performance.

"Ihr habt ganz krass meine Zeit verschwendet"
Sido zeigte sich davon freilich wenig beeindruckt. "Welcher Journalist macht mich denn nicht fertig? Darauf ist ganz kurz geschissen. Ihr habt ganz krass meine Zeit verschwendet mit so ner arroganten Scheiße hier", so seine vernichtende Kritik in Richtung des "Motoren-Duos". Verwundert zeigte sich der Rapper aber auch über Jury-Kollegen Paul. Sido in Richtung Jeannee: "Bernhard möchte nicht schlimm über dich reden, weil er nichts Schlechtes in der Zeitung über sich haben will." Und danach zu Paul: "Ich bin enttäuscht von dir."

Kult. Durch das Vor-Casting hätten es die Motoren-Imitatoren übrigens ganz regelkonform geschafft, versicherte man im ORF. In der Sendung selbst war dann aber Schluss. Paul und Zabine stimmten "aus Mitleid" für Zimmermann und Jeannee, Karina Sarkissova ("Das ist keine Show, wo man aus Mitleid weiter kommt") und Sido ("wie kann man hier ein Plus geben - unbegreiflich") vehement und lautstark dagegen. "Ich glaube, dass die, die hier Plus gedrückt haben, Angst vor dir und deiner Zeitung haben", meinte Sido. Das Publikum hatte offenbar keine Angst und wählte die Motoren-Performance raus.

Nihils mit eigenem Song weiter
Nihils – das sind Thomas (21), Ramon (21), Florian (20) und Dominik (21): Die Tiroler Band stammt aus Waidring und formierte sich 2007 – seither standen zahlreiche Club-Gigs und Auftritte als Vorgruppe unter anderem von Nena und Polarkreis 18 auf dem Programm. Bei der "Großen Chance" war die Band eher zufällig gelandet. Thomas: „Wir waren am gleichen Tag, an dem das Casting stattgefunden hat, in Linz und haben uns dann spontan entschlossen, hinzugehen. Wir wollten einfach mal wissen, wie es ist, vor einer Jury anzutreten. Damit, dass wir weiterkommen, haben wir überhaupt nicht gerechnet." In der TV-Show überzeugten sie die Jury mit der unplugged Version ihres eigenen Songs „Set My Sail“. Im Halbfinale möchten sie wieder mit einem eigenen Song an den Start gehen: „Wir haben da noch einige zur Auswahl und haben uns noch nicht entschieden. Fix ist aber, dass wir nicht wieder mit einer Akustik-Version antreten werden.“

Jonas Witt zeigt Körperbeherrschung
Der 26-jährige Wiener sicherte sich am Cyr Wheel den Einzug ins Halbfinale: „In meiner Jugend habe ich sieben Jahre lang Akrobatik gemacht, dann eine Zeit lang gar nichts in diese Richtung und vor rund zweieinhalb Jahren habe ich dann das Cyr Wheel entdeckt. Inklusive Krafttraining trainiere ich drei- bis viermal und insgesamt rund 16 Stunden pro Woche.“ Auf „Die große Chance“ wurde Jonas von seinem Bruder aufmerksam gemacht: „Ich bin zum Casting gegangen, weil ich mich einem größeren Publikum präsentieren wollte – mit der Hoffnung, einmal davon leben zu können.“ Mit seinem Einzug ins Halbfinale hat er „nicht gerechnet. Es waren so viele gute Leute bei meinem Termin!“ Über seinen nächsten Auftritt bei einer der Live-Shows weiter: „Was ich im Halbfinale präsentieren werde, möchte ich noch nicht sagen – so viel sei nur verraten: Ich werde in die Luft gehen!“

14-Jähriger mit Gitarre und Milo
Ebenfalls von der Jury ins Halbfinale geschickt, wurde der 14-jährige Wiener Marcel Bedernik. Marcel besuchte vier Jahre lang eine Musikhauptschule, wo er auch zu singen und Gitarre zu spielen begann – seither absolvierte er schon einige Auftritte bei Schulkonzerten, Straßenfesten und im privaten Rahmen. Von der „Großen Chance“ erfuhr er im Internet: „Wir sind am Nachmittag daheim gesessen, ich habe vom Casting gelesen und gleich meine Mama gefragt, ob ich mich anmelden darf.“ Marcel durfte und schaffte den Sprung in die Castingshow, bei der er sich die Jurystimmen mit seiner Interpretation von Milos „You and Me“ sicherte. Marcel: „Beim Casting habe ich mir dann gedacht, 'gibst dein Bestes und probierst es halt'.“

Saalpublikum im Wurst-Fieber
Conchita Wurst ist ein 22-jähriger Travestiekünstler aus Wien: Dass in Conchitas Brust ein besonderes Talent schlummert, war für sie/ihn schon immer klar. Die „Große Chance“ möchte sie dazu nutzen, „damit meine Kunstfigur nicht in der Szene steckenbleibt, in der sie jetzt ist, sondern alle sollen im Wurst-Fieber sein“. Conchita stand schon einmal in einer ORF-Show auf der Bühne. Damals hieß sie aber noch Tom und schaffte es bis ins Finale, Nadine Beiler holte damals den Sieg. Die Jury überzeugte Conchita diesmal bei der Castingshow vor allem auch mit einer Gesangsperformance zu Celine Dions „My Heart Will Go On“. Dass sie es damit dann auch noch in die nächste Runde geschafft hat, war aber für Conchita letztendlich doch eine Überraschung: „Ich habe gehofft, dass ich weiterkomme, aber ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet. Bei der Entscheidung war ich dann total überwältigt, vor allem von der Jurykritik. Sie haben mein Talent honoriert und sich nicht von der Optik irritieren lassen.“ Beim Halbfinale erwartet das Publikum „Drama, Drama, Drama und ein megamäßiges Kleid. Ich setze auf Stimme und Optik!“

Kommentare

Rückgrat...... Ich habe mich auch gefragt wieso Jeannee und Zimmermann zu zweit auf der Bühne waren. Es hat überhaupt nicht gepasst und ehrlich gesagt die Darbietung war schlecht. Wenn der Heurigenwirt alleine aufgetreten wäre, wäre es sicher anders rübergekommen.

Der Kniefall danach von Bernhard Paul und Zabine war wirklich fragwürdig. Ich hatte auch das Gefühl, dass sie sich mit den beiden Herren nicht verscherzen wollten.

Dass sie Sido ein wenig in die Kritik nehmen wäre ok gewesen, er war schon ein wenig forsch.

Aber sie hätten Rückgrat zeigen müssen um die Darbietung ehrlich zu bewerten und das wäre eindeutig ein Minus gewesen.

Ignaz-Kutschnberger

Für mich waren es die beiden größten Show-Idioten ever :-) Hmm... glaub die Jeannie und der andere Typ mit der Sense hatten Glück dass da niemand im Publikum stinkende Eier mit hatte *ggg ... wenn wir sie nächstes Mal irgendwo auf der Staße sehe, dann kann mein 5 jähriger Sohn dann auch behaupten: Hey, die kenn ich ja die 2...sind das nicht die beiden Kasperln ausm Fernsehen ;-)

Der \"Krone\"-Kolumnist Michael Jeannee Mann, so einen arroganten Arsch hat die Welt ja noch nicht gesehen.
Ist der gleiche Müll wie seine Zeitung.
Und dieser Bernhard Paul, was glaubt denn der eigentlich, wer er ist? Hat Ösetrreich echt nichts anderes zu bieten, wie diesen arroganten möchtegernwichtigmacher Bernhard Paul.
Sitz immer da, als wäre er der Oberwichtigste, was macht der eigendlich nochmal??????? aja ist ja ein Cirkusclown!

woizi melden

Jeannee, die Peinlichkeit in Person der größte Vollidiot war doch wirklich dieser Jeannee, der glaubt, etwas zu sein. Er war eine NULL, ist eine NULL und wird immer eine NULL bleiben. Soll mal schreiben lernen...

Ignaz-Kutschnberger
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Re: Jeannee, die Peinlichkeit in Person Wer bitte ist diese Jeannie...eine Transe? ...Kenn die nicht!

Ignaz-Kutschnberger
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... aber der Heurigenmann... ja, der Heurigenmann war eigentlich ganz ok...fand das echt klasse von dem, weil ich mein du musst dich doch da erst mal vor laufender Kamera hinstellen traun und da so nen Idioten aus dir machen ... und seine Zupftechnik war echt so blöd, dass ich da schon wieder lachen musste! Echtes Wiener Kaberett vom Tiefsten :-) Danke für die Show-Einlage lieber...ach wie hieß der doch gleich...ach ja, Zimmermann

mikkka21 melden

Re: Jeannee, die Peinlichkeit in Person Kann Dir nur recht geben, Dieser Jeannee ist wohl das grösste arrogante Arschloch, welches ich je im ORF auftreten sah! Genauso peinlich war aber auch der Oberschleimer Bernhard Paul. Wohl ein Busenfreund von der Schwuchtel!

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Re: Jeannee, die Peinlichkeit in Person Jedes Mal wenn ich am Sonntag die Zeitung aufschlage und die hässliche Fratze grinsen sehe kann ich nicht umher seinen Artikel zu lesen, wie bei einem Unfall, wo keiner wegschauen kann! Obwohl ich genau weiß, dass dieses scheiß Geschreibe von dem Idioten mich aufregt bis aufs Blut, mach ich doch jedes Mal denselben Fehler. Immer gegen alles sein, scheiß Schlammblut.

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