Die Beckhams erobern Amerika: David mit Konfettiregen bei L. A. Galaxy empfangen

Kicker-Star freut sich auf große Herausforderung "Becks" sieht großes Potenzial für US-Fußball

Die Beckhams erobern Amerika: David mit Konfettiregen bei L. A. Galaxy empfangen

David Beckham hatte seinen ersten großen Auftritt in der Arena von Los Angeles Galaxy. Der englische Superstar und Superverdiener wurde - begleitet von u.a. Cheftrainer Frank Yallop sowie General-Manager Alexi Lalas - auf einer auf dem Spielfeld des Home Depot Centers extra errichteten Bühne Fans, Sponsoren und Medienleuten präsentiert, wobei der Engländer gleich die richtigen Worte fand.

"Ich glaube, dass vom Potenzial her Soccer in den Staaten genau so groß wie überall sonst in der Welt sein könnte, und ich bin sehr stolz, Teil davon in den nächsten fünf Jahren und vielleicht danach auch noch zu sein" meinte der 32-Jährige, der in einem Konfetti-Regen aus Gold, Blau und Weiß empfangen worden war.

Er hätte in seiner Karriere immer nach Herausforderungen und etwas Aufregendem in seinem Leben Ausschau gehalten, auf die neue, eine der größten seiner Laufbahn überhaupt, würde er sich entsprechend freuen. "In meiner Karriere habe ich für zwei der größten Klubs der Welt, für Manchester United und Real Madrid, und auch bisher elf Jahre für mein Land gespielt", betonte "Becks", dessen Vertrag mit Galaxy 250 Millionen Dollar (181 Mio. Euro), das heißt eine Million pro Woche, wert ist.

Gigantischer Marketing-Wert
Ausgestattet mit einem blendenden Aussehen, einer prominenten Frau und großem Talent zur Eigen-Promotion zeigte sich der gebürtige Londoner als Marketing-Traum für Real Madrid in den vergangenen vier Jahren. Während der ersten sechs Monate in Spanien verkaufte Real mehr als eine Million Beckham-Trikots, der Rekordmeister überholte nicht zuletzt durch die Eroberung des Asien-Marktes Manchester United als reichsten Klub der Welt. Marketing-Direktor Jose Angel Sanchez bezifferte den Marketing-Wert des Briten zur Real-Zeit immerhin mit gewaltigen 600 Millionen Dollar (435 Mio. Euro).

Für seinen neuen Klub und für den US-Fußball hängen die Trauben wohl etwas höher, obwohl sich viele in den Staaten durch Beckham einen großen Sprung nach vorne erwarten. Sportlich sieht es allerdings für Galaxy derzeit nicht gerade berauschend aus. Die LA-Elf gewann in der MLS nur drei ihrer zwölf Saisonspiele und flog im US-Cup durch ein 0:1 gegen die bescheidene Kicker-Mannschaft von Richmond aus dem Bewerb. (apa/red)