Die "Baustellen" für die neue ÖBB-Spitze:
Klugar vor zahlreichen Herausforderungen

Finanzen, Strukturierung und Bauprojekte warten

 Die "Baustellen" für die neue ÖBB-Spitze:
Klugar vor zahlreichen Herausforderungen © Bild: APA

Der neue ÖBB-Chef Peter Klugar steht vor zahlreichen Herausforderungen und schwierigen Entscheidungen - die erste von ihnen ist die "Reform der Reform", also der 2005 geschaffenen ÖBB-Struktur. Hier sucht die ÖBB nach der Quadratur des Kreises: Sie will dezentralisieren und die Dachgesellschaft schlanker machen, ohne dabei neue, teure Parallelstrukturen zu schaffen.

Das Management will die Meinungsbildung über die neue Struktur im Sommer abschließen. Zahl der künftigen Holdingvorstände und die Verteilung ihrer Aufgabengebiete sollen aus den Resultaten der Strukturdebatte folgen, heißt es aus den ÖBB.

Ab kommendem Herbst kommt mit der Neuausschreibung des Architektenwettbewerbs der Bau des neuen Hauptbahnhofs Wien in eine neue Phase. Voraussichtlich ebenfalls ab Herbst beginnt die Integration der MAV-Cargo in die ÖBB (sofern die EU die Akquisition gutheißt).

Nicht zuletzt muss Klugar die Produktivität der ÖBB weiter steigern und den ÖBB-Finanzierungsbedarf besser in den Griff bekommen. Erst vor kurzem hatte Rechnungspräsident Josef Moser vor dem Parlament wieder darauf hingewiesen, dass der Bahn die geplanten Einsparungen bisher nicht gelungen sind. Ein Indiz dafür: Obwohl in den vergangenen Jahren 10.000 ÖBBler abgebaut wurden, sind Einsparungen bei den Personalkosten ausgeblieben.

Der Vertrag von Klugar, der im vergangenen November in die ÖBB-Holding berufen worden war, läuft drei Jahre. Der Aufsichtsrat hat ihn für diese Zeit zum Vorstandssprecher bestellt. (apa/red)