Die Autofahrer müssen immer mehr zahlen: Abgaben stiegen in sechs Jahren um 3,2 Mrd

Nur zwei Milliarden fließen in die Infrastruktur zurück ARBÖ spricht von einer regelrechten Belastungswelle

Die Autofahrer müssen immer mehr zahlen: Abgaben stiegen in sechs Jahren um 3,2 Mrd

Auto- und Lkw-fahren ist in den vergangenen sechs Jahren kräftig teurer geworden. Alleine die Abgaben und Steuern sind um 3,2 Mrd. auf 11,7 Mrd. Euro angestiegen, geht aus einer der APA vorliegenden ARBÖ-Berechnungen hervor.

Die Berechnung besagt, dass nur knapp zwei Mrd. Euro der eingenommenen Steuern für die Straßeninfrastruktur ausgegeben werden. "Ein krasses Missverhältnis, das sich ganz massiv zu Lasten der Autofahrer verschoben hat. Die Belastungswelle der vergangenen Jahre brach über die Autofahrer, insbesondere die Pendler, wie ein Tsunami herein, weil seitens der Regierung kein Belastungsausgleich erfolgte", so ARBÖ-Präsident Heinz Hofer zur APA.

Melkkühe?
Den größten Belastungsschub gab es 2004 mit einem Plus gegenüber 2003 von 14 Prozent. Dieses resultiert aus der Einführung der Lkw-Maut. Während sich Kraftfahrer als die "Melkkühe der Nation" fühlen, rechnete in der Vergangenheit der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) mehrmals vor, dass insbesondere der Schwerverkehr nur einen kleinen Teil der verursachten Kosten trage. Dieser übernehme lediglich 56 Prozent der Infrastrukturkosten, was zur Folge habe, dass jede Österreicherin und jeder Österreicher jährlich 385 Euro für den Lkw-Verkehr zahlen würden.

Kosten durch PKW
Aber auch der Pkw-Verkehr schiebe 19,6 Mrd. Euro der verursachten Kosten an die Allgemeinheit ab. In diesen Kosten sind nicht nur die Straßenabnützung, sondern auch die Aufwendungen für die Behandlung von Unfallschäden, die Abwertung von Immobilien durch Lärmbelastung oder Staukosten mit einberechnet, so der VCÖ.

(apa/red)