Die AUA hält an ihrer Ost-Strategie fest:
"Diese Strategie hat kein Ablaufdatum"

Weitere 50 Destinationen auf 'Watchlist' in Osteuropa AUA-Chef Ötsch kritisiert den Wiener Flughafen

Die AUA hält an ihrer Ost-Strategie fest:
"Diese Strategie hat kein Ablaufdatum" © Bild: APA/Schneider

Die Austrian Airlines (AUA) will langfristig an ihrer "Fokus East"-Strategie mit Ausrichtung auf Mittel- und Osteuropa und den Nahen und Mittleren Osten festhalten. "Diese Strategie hat kein Ablaufdatum", sie gelte bis auf weiteres, sagte AUA-Chef Alfred Ötsch im ORF-Mittagsjournal.

Das Wachstum dieser Regionen liege längerfristig über dem Durchschnitt, sagte Ötsch. Die AUA habe noch "über 50 Destinationen auf der Watchlist, die wir sukzessive in unser Netz hineinnehmen werden". Die kürzlich vom Aufsichtsrat genehmigte Kapitalerhöhung durch den arabischen Investor Mohamed Bin Issa Al Jaber ermögliche es, geplante Ziele schneller aufzunehmen. Daran ändere auch spätere Konkurrenz nichts: "Wenn wir 3:0 führen, werden wir nicht 4:3 verlieren".

Kritik übte Ötsch auch am Flughafen Wien, wenn dieser Billigfluggesellschaften mit "überproportionalen Mitteln" unterstütze. "Der Flughafen sollte bedenken, wer sein Hauptkunde ist", meinte der AUA-Chef. Die AUA hat trotz Rückgängen noch mehr als 50 Prozent Marktanteil am Flughafen Wien. Neue Airlines könnten auch zusätzlichen Verkehr ins AUA-Streckennetz bringen, das gelte aber nicht für die Billigflieger, deren Anteil in Wien 2007 bei 18,7 Prozent lag.
(apa/red)