Die Asyl-Heldin: Freiheit für Arigona! Warum ihr Schicksal Österreich bewegt

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Die Asyl-Heldin: Freiheit für Arigona! Warum ihr Schicksal Österreich bewegt

Die Neue Polit-Heldin. Ein Teenager aus dem Kosovo hält Österreichs Politik in Atem: Ihre Flucht, ihr Leben in der neuen Heimat, ihre Hoffnungen. Verlorene Kindheit: Mit sieben sah Arigona Zogaj im Kosovo Menschen sterben. Jetzt spricht der Vater. Xhevat Zogaj im Interview: ,Die Politiker kämpfen gegen eine arme Familie …‘

Es ist Krieg an diesem Wintertag Anfang 1999. In der Nacht hat es geschneit, die hügelige Landschaft um das Dorf Kalican im Kosovo ist mit Schnee bedeckt. Im 700 Kilometer entfernten Österreich bauen Kinder an diesem Tag Schneemänner, Maronibrater haben Hochsaison, und Rodeln werden aus den Kellern geholt.

An diesem Wintertag Anfang 1999 weiß Xhevat Zogaj noch nicht, dass er, seine Frau, die fünf Kinder später einmal genau in dieses 700 Kilometer entfernte Land, nach Österreich, kommen werden. Eines seiner Kinder ist Arigona.

Arigona – jenes mittlerweile 15-jährige Mädchen, das nun seit zwei Wochen Österreichs Schlagzeilen bestimmt. Das abgetaucht ist. Aus Angst davor, aus seiner neuen Heimat abgeschoben zu werden, wieder in den Kosovo zu müssen, wo damals, an diesem Wintertag Anfang 1999, die Bomben fielen.

Fünf Jahre lebte es in dem Land, in dem im Winter Lebkuchen gebacken und Weihnachtsbäume geschmückt werden.

Österreich – es scheint dann so weit weg von Kalican, wo es nur wenig Holz zum Heizen gibt und wo viele Menschen auch nach Ende des Kriegs kaum genug Decken haben, um sich gegen die klirrende Kälte zu schützen.

Im Bombenhagel. Es ist elf Uhr, an diesem Wintertag Anfang 1999. Kalican liegt im Granatenhagel, Menschen schreien, sterben. Xhevat Zogaj und seine Familie gehören zu den Letzten, die aus dem Dorf flüchten können. Arigona, damals sieben Jahre alt, weint, fürchtet sich vor den Explosionen. „Wir haben zu wenig Kleidung gehabt, es war kalt, Geld konnten wir auch keines mehr mitnehmen, meine Kinder haben alle geweint“, erinnert sich Xhevat Zogaj an die Flucht aus seinem Haus vor acht Jahren.

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