Die Angst vor dem Big Brother im Büro:
Jeder Vierte fühlt sich im Job überwacht

Bei Umfrage zwei Drittel für ein Bespitzelungsverbot Jeder zweite Beschäftigte glaubt an digitale Kontrolle

Die Angst vor dem Big Brother im Büro:
Jeder Vierte fühlt sich im Job überwacht © Bild: APA/dpa/Kugler

Vertrauen ist in der heimischen Arbeitswelt offenbar keine Tugend: In einer Umfrage gehen 26 Prozent der Beschäftigten davon aus, dass sie am Arbeitsplatz überwacht werden. Kein Wunder, dass da ein Großteil der Befragten für ein Überwachungsverbot eintreten.

Eine von der Arbeiterkammer Oberösterreich bei IFES in Auftrag gegebene Umfrage fördert zutage, dass sich 12 Prozent der Arbeitnehmer "sicher" sind, dass sie am Arbeitsplatz überwacht und kontrolliert werden. 14 Prozent stufen dies als "wahrscheinlich" ein. Zusammen sind das 26 Prozent. Nur 4 Prozent schließen eine Überwachung definitiv aus. Der Eindruck, überwacht zu werden, steigt mit der Betriebsgröße: In Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten denken nur 30 Prozent, sicher nicht überwacht zu werden. In Firmen mit bis zu 20 Mitarbeitern vermuten das 51 Prozent.

47 Prozent von denen, die sich überwacht glauben, nehmen an, dass ihre E-Mails und ihre Internetnutzung kontrolliert werden. 36 Prozent vermuten eine kontinuierliche Beobachtung während der Arbeitszeit. Jeweils 30 Prozent glauben oder wissen, dass Arbeitskollegen nach Krankenständen befragt werden oder gaben an, selbst befragt worden zu sein.

Zwei Drittel der Beschäftigten in Oberösterreich sind der Ansicht, dass derartige Überwachungen in letzter Zeit stark oder leicht zugenommen haben. Nur 17 Prozent glauben, dass die Überwachung nicht ausgeweitet worden sei.
(apa/red)