Die spinnen, die Amis: Kleinstadt in den
USA wählte Toten zum Bürgermeister

Amtsinhaberin unterlag 85 zu 268 Stimmen Wahl für Verstorbenen erfolgte aus Protest

Die spinnen, die Amis: Kleinstadt in den
USA wählte Toten zum Bürgermeister © Bild: Reuters

Makaberer Wahlprotest: Aus Unzufriedenheit über die Amtsinhaberin hat eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Tennessee einen verstorbenen Kandidaten zum Stadtoberhaupt gewählt. Carl Robin Geary, Herausforderer von Bürgermeisterin Barbara Brock, war Anfang März einem Herzinfarkt erlegen. Brock unterlag mit 85 zu 268 Stimmen. Auf die Frage eines Reporters, wie sie es finde, gegen einen Toten den Kürzeren gezogen zu haben, antwortete sie: "Ich lebe!"

Nachdem bereits ihr Vorgänger an einem Infarkt gestorben war, hatte sie den Bürgermeisterposten in Tracy City kommissarisch übernommen und einen politischen Modernisierungskurs eingeschlagen. Dies sei vielen Alteingesessenen gegen den Strich gegangen, sagte sie dem Blatt. "Die Leute haben für einen toten Mann gestimmt, weil sie mich nur so loswerden können."

Der Protest hatte sich bei der Beerdigung Gearys formiert: Ein Mitglied der Trauergemeinde stellte plötzlich ein Wahlplakat mit dem Namen des Toten zwischen die Blumengebinde. "Nun hat mein verstorbener Mann das erreicht, was er immer wollte: Er ist Bürgermeister dieser Stadt", sagte die Witwe der Zeitung.

(apa/red)

Kommentare

Die spinnen... Ja, Ja, es spinnen nicht nur die Römer!!

nordkorea staatsoberhaupt in diesem unstaat ist noch immer der tote kim il sung....!

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