"Die Alte Dame ist ohne Qualität": Juventus Turin in der Krise - Ranieri unter Beschuss

Serie A: Juve nach Pleite in Palermo nur noch Elfter Alessandro Del Piero besorgt. "Die Lage ist schwierig"

"Die Alte Dame ist ohne Qualität": Juventus Turin in der Krise - Ranieri unter Beschuss

Nach der 1:2-Heimschlappe von Juventus Turin gegen US Palermo herrscht Krisenstimmung beim italienischen Rekordmeister. Zum dritten Mal hintereinander blieb die "Alte Dame" damit ohne Sieg, mit nur neun Punkten und fünf erzielten Treffern in sechs Partien liegen die Turiner derzeit auf Rang elf der Tabelle.

"Juve gewinnt nicht mehr und jetzt beginnt der Club auch zu verlieren. Die Alte Dame ist ohne Qualität, Juve ist verschwunden. Seit 15 Jahren hat die Mannschaft nicht mehr so schlecht gespielt", kommentierte die römische Tageszeitung "La Repubblica" die Lage beim Arbeitgeber von Alexander Manninger.

Juve-Kapitän Alessandro Del Piero ist besorgt. "Die Lage ist schwierig, doch wir werden uns erholen. Wir müssen unsere Probleme in Angriff nehmen und lösen. Wir müssen uns alle verbessern", meinte der Weltmeister 2006. Nach Angaben italienischer Medien sind die Beziehungen zwischen dem 35-jährigen Starstürmer und Ranieri gespannt, weil der Coach dem Torjäger in den vergangenen Wochen andere Stürmer wie Pavel Nedved und Mauro Camoranesi vorgezogen hatte.

Personalsorgen
Auch eine Reihe von verletzten Spielern haben die Leistungen des Spitzenclubs belastet. David Trezeguet fällt bis Februar aus, auch Starspieler wie Camoranesi und Vincenzo Iaquinta werden wegen Muskelproblemen einige Wochen lang ausfallen. Tormann Gianluigi Buffoni kehrte nach einer mehrwöchigen Pause wieder auf das Spielfeld zurück und verdrängte Manninger wieder auf die Ersatzbank, doch seine Leistungen haben den Erwartungen nicht entsprochen. "Wir erleben eine Phase großer Schwierigkeiten. Jetzt heißt es, Zusammenhalt zu bewahren und alle in dieselbe Richtung zu rudern", betonte Buffon.

Trainer Ranieri ist mittlerweile unter Beschuss geraten. "Ich gebe meine Verantwortung zu. Wenn die Mannschaft verliert, fällt die Schuld auf den Trainer. Wir waren nicht kompakt genug. Diese Niederlage ist eine Wunde, doch wir werden reagieren", sagte Ranieri. Rückendeckung erhielt der Coach vom Clubpräsidenten Giovanni Cobolli Gigli. "Das Vertrauen in Ranieri ist unbelastet. Wir vertrauen ihm und es wird sich nichts daran ändern. Man wechselt den Trainer nicht wegen einer Niederlage", erklärte Gigli.

(apa/red)