Die Akte Michael Jackson: FBI ermittelte mehrfach gegen den toten "King of Pop"

Bundespolizei hat gesammeltes Material freigegeben FBI fürchtete Terroranschlag während Jacko-Prozess

Die Akte Michael Jackson: FBI ermittelte mehrfach gegen den toten "King of Pop" © Bild: Reuters/Handout

Michael Jackson hatte einen Akt bei der amerikanischen Bundespolizei FBI. Nach Angaben von US-Medien waren FBI-Beamte mehrmals in Ermittlungen gegen den "King of Pop" eingeschaltet, um dem Verdacht auf Kindesmissbrauch nachzugehen. Die "Los Angeles Times" berichtete, dass die Akte "Michael Jackson" 333 Seiten umfasst.

Das FBI hat das Material nun auf Druck von US-Medien freigegeben. Es enthält keine Informationen zum Tod des Sängers am 25. Juni diesen Jahres. Jackson war nach der Injektion eines Narkosemittels durch seinen Privatarzt im Alter von nur 50 Jahren an Herzversagen gestorben.

Fast 200 Seiten der Akte befassen sich mit einem Mann namens Frank Paul Jones, der den Sänger in Briefen bedroht hatte und nach seiner Festnahme 1993 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Aus den Unterlagen geht auch hervor, dass das FBI im Jahr 2003 während des Prozesses gegen Jackson wegen angeblichen Kindesmissbrauchs in höchster Alarmbereitschaft war. Danach fürchteten FBI-Beamte und die Polizei in Santa Maria (Kalifornien), dem Ort des Prozesses, dass der Gerichtssaal wegen der vielen Reporter aus aller Welt ein Ziel für Terrorattacken werden könnte. Das Verfahren endete mit einem Freispruch für Jackson.

(apa/red)